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Alaba und Udinese erinnern an Berg, der kreißt und heraus kommt eine Maus

Wenn alles stimmt, was mitunter auch aus  zweiter und dritter Hand teils bombastisch reportiert wird, dann … ja, dann hat David Alaba, an Titeln erfolgreichster heimischer Kicker afrikanischer Wurzeln, zuletzt aber von Real Madrid ausgemustert und seither vereinslos, endlich einen neuen Klub gefunden. Wenn alles stimmt, was reportiert wird, dann… ja, dann hat der Berg gekreißt und heraus kam zwar kein Mäuslein, aber doch nur eine Maus, mehr  nicht.

Sorry, wenn ich das so despektierlich formuliere, aber der kolportierte Wechsel zu Udinese Calcio, dem nur noch ein medizinischer Check (warum eigentlich  in Rom, das ziemlich weit entfernt ist?) im Weg stehen soll, reißt mich nicht vom Sessel, auch wenn zumindest fotographisch ein Stuhl im Ankündigungsspielchen der Friulianer mitspielt – jener leere Stuhl, den Alaba einst zum Zeichen des Champions-League-Triumphes in die Höhe gestemmt hatte. Für Udinese, so scheint es, so etwas wie der Thron für einen wenn auch in die Jahre gekommenen, ganz schön verletzungsanfälligen Klassespieler, der mit dem FC Hollywood, sprich Bayern, und dem königlichen Fußall-Ballett as Madrid mehr als ein Dutzend an Trophäen gesammelt hat als kongenialer offensiver Links- oder defensiver Innenverteidiger, manchmal auch als Sechser im Mittelfeld.  Und mehr als 100mal im österreichischen Nationalteam, zuletzt als Kapitän.

Wer den Deal vermittelt hat, weiß ich nicht, wer aber seine Pappenheimer David samt Manager-Papa George  auch nur peripher kennt, dem ist wohl klar, dass Udinese ganz schön ins Börserl hat greifen müssen, um den inzwischen 34-jährigen zu engagieren – immer vrausgesetzt, dass es stimmt. Wie sich der Verein aus der Vorstadt von Grado im Süden und Villach im Norden das leisten kann,, ist mir deshalb ein Rätsel, weil er als Mittelständler („25/26 10., dzt 13.) nicht international spielt, dafür aber einen (aufgeblasenen) Multi-Kuti-Kader, bei dem sogar die Salzburger blass würden, finanzieren muss. Mit dabei neben ein paar Jung-Italienern kaum bekannte Namen aus Georgien, Polen, Serbien, Slowenien, Spanien, England, Schottland, Frankreich, Senegal u. a. mit Gueye, von dem ich gern wüsste, ob er mit dem einstigen Ski-Exoten und Hubertus-Hohenlohe-Freundes-Rivalen gleichen Namens aus diesem Afrika-Staate verwandt ist. Wäre eine Ösi-Connection mehr,  nicht wahr… 

Apropos Salzburg. Mit dem Franzosen Solet verteidigt dort übrigens auch ein Ex-Bulle. Und mit Kosta Runjaic wurde ein in Wien geborener, in Deutschland groß gewordener Sohn jugoslawischer Flüchtlinge als Nachfolger des als Coach gescheiterten Weltmeisters Fabio Cannavaro schon vor vier Jahren als Trainer installiert. Davor war  Runjaic ein polyglotter Wandervogel gewesen, der von  Kaiserslautern bis 1860 München, von Darmstadt bis Stettin und Warschau wenig an Mittelmaß ausgelassen hatte. Und was die Serie A in Italien betrifft, dümpelte Udinese im Vergleich zu seinen  besten Jahren, unter anderen damals auch mit dem Ex-Salzburger Oliver Bierhff, eher nur so dahin.

Ob sich Alaba bei diesem kaum zu leugnenden sportlichen Abstieg einen Gefallen tut, außer dass die Kassa stimmt, wird sich erst zeigen. Immer vorausgesetzt, dass stimmt, was reportiert wird. Auch wenn´s realistischer scheint als frühere Gerüchte oder eher schon Inserate mit längst schubladisierten Transfers zu Manchester United, Inter Mailand oder AC Milan, die wie speziell Italiens Fußball(er) nicht mehr sind, was sie einmal waren.

PS: Diesmal hat wirklich alles gestimmt und Alaba für ein Jahr unterschrieben. Abwarten, ob er nach dem eher bescheidenern, wenn auch suegreichen Auftritt des Nationalteams gegen Israel auch wieder ein Thema für Ralf Rangnick wird…

 

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