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Außer Wildcard-Lilli in Indian Wells findet sich Austria im Tennis-Einzel nur auf unterer Ebnene

Unsere  Teenager-Hoffnung Lilli Tagger hat die Wildcard genützt, um erstmals in einem 1000er eine Runde zu gewinnen, unsere Doppelspezialisten spielen ja n icht mehr miteinander, sondern gerade eben mit ausländischen Partnern. Kurzum, beim Wüstenturnier in Palm Springs, Kalifornien, war kein einziger Österreicher auch nur in der Qualifikation dabei, der direkt qualifizierte Misolic ist ja leider außer Gefecht, wobei nicht sicher ist, wie lange er pausieren muss. Ds ist,  das kann man  drehen,,wie man will, das wahre Spiegelbild des heimischen Tennis.

Wäre aber gelacht, könnte man das nicht ins positive Gegenteil verkehren, indem Turniersiege in vierter bis fünfter Ebene als hakbe Sensationen  plakatiert und bejinelt werden. Gut für den früheren Top-50-Spieler Sebastian Ofner, dass er nach den vielen Operationen am Fuß jetzt wieder schmerzfrei zuschlagen hat können beim 166.000-Dollar-Challenger in Thionville, Frankreich, wo er fünf Siege en suite bis zun finalen Triumph gefeiert hat. Nicht zu verachten, dass es der frühere Junioren -Weltranglistenerste Joel Josef Schwärzler in der Ruanda-Metropole Kigali dem Steirer gleich-, einer Verschiebung  wegen besser nachgemacht, gegen zweit- bis drittklassige Italiener das Turnier gewonnen hat, allerdings nur einen 97er-Challenger, was ihm nicht  ganz so viele ATP-Punkte gebracht hat wie Ofner, der sich anschickt, dort anzuknüpfen, wo er aufgehört hat. jetzt mussn er zeigen,  dass er so viel Moral getankt hat, dass er auf der großen Bühne so mithalten kann, wie er auf der Challenger-Ebene zuletzt dominiert hat. Selbstvertrauen hin oder her – zwischen Beletage und Souterrain besteht ein doch ziemlich großer Unterschied.

Wir müssen bei allem Respekt vor Erfolgen am Rande, wozu auch der inzwischen deformierte, ungeliebte, aber bei uns als Gütesiegel überbewertete Daviscup gehört, der Wahrheit dort ins Auge schauen, wo  die Musik spielt. Und da kann ich mich nicht erinnern, dass wir in der Melbourne-Qulifikation oder überall dort, wo wir auf Spieler: Innen erster Kategorie treffen, nicht von Sieg zu Sieg, sondern Aus zu Aus geeilt sind,  ob Damen, ob Herren. Diese Form einer auf  Sekundär- bis  Tertiär-Erfolge aufgebauten Selbstbeweihräucherung  kommt Selbsttäuschung gleich. Was zählt, das wären Siege gegen aktuelle Top-Spieler und nicht solche, die einmal top waren. Wenn das gelingt, bn ich der erste, der dazu gratuliert. Zu halben Fake News kann man´s  nicht machen… 

PS: Schwärzler verlor beim zweiten Kugali-Challenger in der Neuauflage des Endspiels letzter Woche  schon in der 1. Runde gegen den Italiener Napolitano…..

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