Metzger.Live

Drei Siege und doch ist kritische Einkehr besser als selbstherrliche Auskehr…

Vier Spiele, drei Siege, nur eine Niederlage und da scheint noch nicht alles verloren für Sturm gegen Fenerbahce, 9 wichtige Punkte für das Uefa-Ranking, da schlägt das Fußballherz höher, eh klar. Aber halt, als Beckmesser vom Dienst erlaube ich mir, zu hinterfagen, gegen welch Kapazunder wir da einen Siegeszug wie in besten Zeiten und Jahren gestartet haben. Und wollen da beim nur oberflächlich nach jahrelangem Klischee schwach klassifizierten Zypern-Klub Paphos anfangen, mit dem – Hand aufs Herz – die wenigsten was anfangen können. Aber frag nach bei unser aller Arnie, also Arnautovic, der ein (Lob) Lied singen kann über Paphos, an dem er mit Roter Stern Belgrad in der Champions-League-Qualifikation im Vorjahr schon in Runde zwei gescheitert war. Immerhin spielt dort auch jener langmähnige David Luiz, der jahrelang in der Premier League seine Klasse bei Topklubs bewiesen hat. Ein 1:0 ist kein großer Polster und schib gar kein Ruhekissen fürs Rückspiel auswärts.

Nicht auswärts, sondern auf neutralem rumänischen  Boden in Ploesti hat die Austria das Match gegen Beitar Jerusalem zum 2:1 gedreht, was  nach dem ruhmlosen 0:3 in Wolfsberg immerhin von mentaler Stärke zeugt, die die Violetten allerdings auch beim  Heimspiel in der Generali-Arena zeigen müssen, denn knappe Siege in Auswärtsspielen skmd keim Freibrief, sich daheim auf die faule Haut zu legen. Da hat´s Rapid nach dem pompös klingenden 4:1 in Estland gegen Paide mit dem unaussprechlichen Klub-Namen schon weit leichter, den Aufstieg ins Play-off für die Conference League zu schaffen.

Wohl keine Hexerei mit drei Toren in der Hinterhand, die eine souveräne Vorstellung vorgaukeln. Bis auf die letzten 15 Minuten allerdings war´s alles andere denn Glant und Glorie, vielmehr Kampf und Krampf, ehe den Esten die Kraft ausging, sie drei Tore in 15 Minuten kassierten. Just der ehemalige Rapidler Helge Payer erteilte als ORF-TV-Experte der Schönfärberei des dänischen Trainers Hoff-Thorup eine Absage,  „weil mir Rapid am Herzen liegt, ich Dinge ansspreche, die mir nicht gefallen!“  Und derer, das war unübersehbar, gab´s zu viele 85 Minuten lang. Vorspiegelung falscher Tatsachen folgt oft die Götterdömmerung. Selbstkritische Einkehr ist beser als selbstherrliche Auskehr … 

Die mobile Version verlassen