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Freuet Euch, heimische Tenniskinder, die Neo-Österreicherin Anastasia kommt sicher bald

Trauert nicht, dass der Tennis- und regionale Industriellenvereinigungs-Präsident am 1. April, kein Scherz, nicht mehr kandidiert, vielmehr – Advent, Advent! – freuet euch, dass wir über Nacht eine neue Nummer 1 im Tennis haben. Nicht auf der Welt wie einst Muster, sondern nur im ,rotweißroten Tennislande, wobei ich nicht weiß, ob sich die Damen Grabher, Kraus und Tagger darüber so freuen wie jene Spitzen des Staatssportes, die – übrigens ganz  im Gegensatz zu den sonstigen Polit-Usancen – das Ansuchen einer Russin auf Einbürgerung nach Rücksprache mit dem sportdirektorialen Ostspezialisten Jürgen Melzer sofort bewilligt haben.

Ihr österreich-Bezug geht ans Herz, schließlich war die jetzt 24jährige Anastasia Potapova, die aus Moskau stammt, mit dem ehemaligen Bresnik-Schützling Schewtschenko aus Russland, der seit mehr als einem  Jahrzehnt in Wien daheim ist, jetzt aber für Kasachstan aufschlägt, erst verlobt, dann verheiratet, nun aber längst wieder getrennt von  Tisch und Bett, also geschieden. Aber bei Anastasia muss der Drang nach Rotweißrot besonders ausgeprägt gewesen sein, weil laut Melzer nicht der ÖTV, sondern Frau Potapova den Antrag auf einen österreicischen Pass gestellt habe, ohne den russischen zur gleichen Zeit zu verlieren. Man weiß ja schlielich nie, wie es weitergeht, Also doppelt gemoppelt aus Sicht der Blondine, die auch sportlich ihre Spuren bei uns schon hinterlassen hat mit dem Sieg im Linzer Reichel-Turnier 2023. Als Russin, wohlgemerkt.

Wie auch immer, so sind wir dank der selbstgelobten tollen Aufbauarbeit des Verbandes offenbar dort angekommen, wo wir vor Jahrzehnten waren im Tennis, als der staatenlose Laci Legenstein oder später der Australier Cliff Letcher für Austria im Tennis spielten, wie im Handball die k. und k.-Truppe des Gunnar Prokop oder, um ein Fu0ballbeispiel zu nennen, der ehemalige deutsche Stürmer Lothar Emmerich, Vizeweltmeister 1966 im Wembley-Drama, der unter Jubel und Trubel in Klagenfurt als Neo-Österreicher empfangen wurde und lautlos den Wörthersee ohne Heldentaten oder Torjägerkrone als Deutscher verließ. Mehr Schaum als Traum.

Wenn ich richtig interpretiere, was ich gelesen habe, so steht noch in den Sternen oder ist vom Goodwill der ITF abhängig, ob und wann  Frau Anastasia im Billie-Jean-King-Cup für ihre neue Zweitheimat spielen darf, eher unwahrscheinlich, dass das der Fall ist, wenn wir sie brauchen würden, weil ja das „alte“ Führungstrio lieber im März in Linz als in der Europa-Afrika-Zone spielt. Wenn ich richtig interpretiere, was ich gehört habe, dann wird die Neo-Österreicherin ihr Hauptquartier künftig auch nicht in Wien aufschlagen, sondern wie gehabt in Dubai am Ball bleiben, aber hoch und heilig versprochen haben soll, dann und wann zum Training in die Südstadt zu kommen, damit die Jungen mit einer Ex-Nr. 21, inzwischen 51, in der Südstadt Bälle wechseln dürfen. Freuet euch, Tenniskinder, das russische Christkind kommt bald – spätestens zu Dreikönig, es sei denn, dass sie dann doch lieber in Moskau die orthodoxen Weihnachten feiert statt hierzulande den Talenten zu zeigen, wo es im Tennis lang geht …

 

 

    

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