Gefühlloser Dopingtest bei Radlerin Cavallar offenbart Amtskapplmentalität der Kontrollore aufe n taxxxxxxxxx
Josef Metzger
Ich bin schon so lange im Geschäft, dass ich schon mitbekommen habe, wie es um Dopingkontrollen und sauberen Sport bestellt ist. Ob Saubermänner oder Reinheitsfanatikerinnen, oft ohne medzinischen Background, nicht alle, aber doch einige maßen sich in ihren Tätigkeiten eine Amtskapplmentalität an, die ebenso zu verurteilen ist wie eindeutig überführte und nicht erst vermeintliche Dopingsünder.
Seit dem später in Italien exkulpierten Gottseibeiuns Walter Mayer, seit dem siebenfachen Tour-Sieger Lance Armstrong, der als gefährlichsten aller weißen Haie für immer nicht nur aus dem Radsport verbannt, verdammt und verteufelt wurde, sind meines Wissens nach mit Ausnahme des US-Sprint-Renegaten Kersley nur noch kleine Fische oder austauschgbare Größen gefangen worden, die kaum oder gar nicht der Rede wert gewesen waren in den Medien.
Hätte die Ex-Olympia-Ruderin und aktuelle Profi-Radlerin Valentina Cavallar die eher peinlich-gefühllose bis unmenschliche Story nicht wie soziale Medien enthüllt, es wäre wie bei manch anderen unerquicklichen Kontroll-Ánlässen irgendwann Gras darüber gewachsen. Die Kronen-Zeitung hat dankenswerter Weise die Cavallar-Geschichte aufgegriffen, die zeigt, wie unbarmherzig manch verkappte „Polizisten/Politessen“ vorgehen, wenn sie Sportler: Innen ihre Macht spüren und ihre bürokratischen Muskeln spielen lassen. Also auf einen Test bei Frau Valentina zu beharren, wenn deren gerade verstorbene Mutter noch im Nebenzimmer liegt, das setzt der Respekt- und Gefühllosigkeit solcher Kontrollore wohl die Krone an unmenschlichem Sauberkeitsfimmel auf, der nicht einmal vor dem Totenbett halt macht…
Sozusagen Gipfel einer Selbstherrlichkeit von Pseudobeamten, die zum Großteil in ihrem Leben kaum oder keine Erfolge zu verzeichnen haben, aber sich allenthalben an Erfolgsportler: Innen ihr Mütchen kühlen. Und dabei, weil die Tests ja auch was kosten, Geld in Umlauf bringen. Ob da oder dort mitunter auch Schweigegeld mit im Spiel sein soll, wie da wie dort hinter vorgehaltener Hand gemunkelt und getuschelt sird, wage ich nicht zu kommentieren. Schlimm genug, dass es überhaupt solche Gedanken oder Gerüchte gibt. Schlimm genug, dass es solch unerquickliche Affären wie jene um Cavallar gibt, deren Urheber so schnell entfernt werden sollten wie unverbesserliche Dopingsünder.