
Wer weiß, ob wir uns nicht doch noch vergolden hätten können,wäre damals schon der Teambewerb mit Abfahrt und Slalom im Programm gewesen, in dem uns das Duo Rädler-Huber mit dem bisher einzigen Alpin-Olympiasieg beschenkt hat – einem junerwarteten Sensationstriumph, der auch gebührend von den Niederösterreichern in der Huber-Heimat Waidhofen/Ybbs gefeiert wird, wenn sie zurück ist.
Schon interessant, dass – sieht man von Conny Hütter (und der um ein Hunderstekl von ihr besiegten Rädler) ab – nicht die vermeintlichen Trümpfe stachen, sondern die, die aus dem Nichts gekommen waren wie Silberling Gstrein, der als Junior-Race-Sieger von Kitzbühel via Riuesenslalom auf den Slalomgesdchmack gekommen war, mit Teilzeit-Bestzeiten aangedeutet hatte, wie schnell er sein kann, aber dann immer wieder über seinen Mut zum Risiko nis in den späten Jänner des Olympiawinters 2025/26 gestolpert war, bis …. ja, bis der zweite Lauf in Kitzbühel kam, der ihn meiner Erinnerung nach um 14 Plätze nach vorn und ins Bormio-Team spülte. Dabei, das sei der guten Ordnung und kleinen Ehrenrettung wegen gesagt, hat der vielkritisierte Herrenchef Marco Pfeifer ein gückliches Händchen bewiesen, als er ihn trotz schwächerer Ergebnisse anderen vorzog. So ähnlich wie ein Fußballtrainer, der einen Schützen einwechselt, der dann das Siegestor schießt …
Wenn sich im Damenslalom nichs daran ändert, es sei denn, Kathi Truppe fährt wider allen Prognosen auch der bisher frustrierten Shiffrin und Weltmeisterin Rast davon, muss man den mit Vorschusslorbeer angetretenen Alpinchef Christian Mitter vielleicht doch ein bisschen besser fragen als die sanften ORFler, wie sein Konzept für die Zukunft der Skimacht ausschaut, deren Beste fast schon pensionsreif sind. Und der vermeintlich so gute Nachwuchsleute immer dann, wenn es selektive Europacuprennen gibt, nicht den Auspuff, aber die Latten der Gegner nur von der Rückseite sehen. Zurück bleibt nur ein Silberstreif mit einem neu geschaffenen Goldrahmen. Das Bild selbst ist kein außerordentliches Kunstwerk…