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Höchste Zeit, dass trotz Fußball-Euphorie auch ein Top-US-Schwimmlegionäre geschätzt wird

Wie gestern schon angedeutet, werde ich mich heute nicht mit dem 5:1 unserer gegen die inferioren Ghanesen zumindest nach der Pause auch dank der eingewechsselten Neuerwerbungen Wanner und Chukwukuema turmhoch überlegenen ÖFB-Elf auseinandersetzen. Vielmehr entferne ich mich für meine Schwimmfreunde nicht nur nach Graz zum Multi Nations Meeting der Nachwuchsleute mit desillusionierenden Resultaten abseits von der Afghanen-Tochter Nida Omid (3. über 400m Lagen in für sie schwachen 5:00,21, als 3. besser über 50m Kraul 26,88), von Lilli Paier (4., 200m Brust 2:35,63) und Kraulsprinter Daniel Leitner (2x 3., 50m 24,17, 100m 53,31). Auch wenn es sich nicht geziemt, über Tote etwas eoder negatives Wahres zu schreiben, so bleibt einem beim Studium  der Samstag-Eergebnisse der Mund offen, wie weit unseren vermeintlichen Talenten die  U16-Teenager aus ehemaligen Entwicklungsländern wie Türkei davonschwimmen. 

Nein, nein, ich will mich nicht länger mit diesen verbreiteten Fake News aufhalte, sondern mit dem Abschneiden des Michigan-Freshmans, WM-Medaillengewinners und Triple-U23-Europameisters Luka Mladenovic beschäftigen, der bei den NCAA-Meisterschaft in Atlanta bei allen Bewerben, bei denen er auf der noch immer etwas ungewohnten 25-Yards-Bahn gestartet war, das Finale erreicht hat, die 200 Yards-Legenstaffel mit drei Kollegen von Ann Arbor (wo auch Auböck studierte) inklusive.

Na ja, Uni-Titelkämpfe, so mag manch einer abschätzig denken, was soll das schon wert sein? Irrtum, Freunde, ein krasser Irrtum, weil an den US-Unis jede Menge an ausländischen Weltklasseschwimmern, darunter Weltmeister, Olympiasieger oder Europameister, auch gegen Mladenvic und den offenbar nicht mehr in Topform flatternden Olympiafinalisten 2024 über 200m Butterfly, Martin Espernberge (22.), angetreten sind –  wie der Brust-Sieger aus Japan oder der ungaerische Weltrekord-Rückenschwimmer Kos. Bisher ist es von den „Austro-Amerikanern“ nur Rogan und Auböck gelungen, sich mit dem Titel eines NCAA-Champions zu schmücken. Und anders als bei uns, wo die meisten gar nicht wissen, dass wir da mitmachen, wird ein NCAA-Sieger bei den ansonsten historisch desinteressierten Amis als echter Champion respektiert. Was übrigens nicht nur für Schwimmer, sondern jede Sportart gilt.

Wie die Dinge liegen, so scheint sich mit dem ehemaligen Juniorenweltmeister und  Neo-Amerikaner aus Salzburg, der vom Duo Weis und Ryashkow bestens auf das US-Abenteuer vorbereitet wurde, ein Nachfolger von Rogan, Podoprogora und Auböck zu etablieren, der nicht nur dann und wann für eine Sensation sorgt, sondern zu einer Medaillenkonstante wird wie seine Voergänger, die Gold, Silber, Bronze gewonnen und Welt- und Europarekorde gebrochen haben. Sie verdienen zumindest so virel, weenn nicht mehr Aufmeksamkeit als manch einer der auch gehiolten Kicker-Stars, auf die nach Tests um die goldene Ananas der WM-Ernstfall erst wartet.  

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