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I werd´ narrisch, wenn ich sehe, welch Narrentheater der Teamchef dank Lemmingen spielt

I werd´ narrisch! Ja, i werd´ narrisch aus ganz anderem Grund als 1978 der legendäre Ingenieur Edi Finger in Cordoba nach dem Krankl-Tor zum  3:2 gegen die Deutschen. Ich werd´ es deshalb, weil neuerdings patriotische Euphorie gegen eine völlig überzogene WM-Hysterie getauscht wird, die an Volksverdummung grenzt. Und jener Mann, der alle, die er zu seinen Lemmingen gemacht hat, die in Ehrfurcht nicken, wenn er nur den Mund aufmacht, inklusive von ihm verwöhnte Teamspiele, ist der ÖFB-Teamchef, also Ralf Rangnick, der uns zum Narren hält.

Jener uns angeblich so (herzlich) verbundene Ralf, der die Dreistigkeit hatte, kurz vor der WM wie auf Bestellung in Erinnerung an die unvollendete Bayern-Komödie ein Wechseltheater als Sportdirektor zum AC Milan zu inszenieren statt den Fokus auf die Teamvorbereitung zu legen. Worauf der wahrlich nicht gerade sportliche Vorstandsvorsitzende, ehemals Präsident genannt, also nichts als Etikettenschwindel, quasi auf die Knie fiel, um Rangnick alle Forderungen zu erfüllen, damit er ja bei uns bleibt als Heilsbringer und Lebensretter. Ein Wünsch-Dir-Was-Spielchen, das sich in Verklärung einer besseren ORF-Vergangenheit nicht einmal Entertainer Dietmar Schönherr hätte träumen lassen. Alles verbunden mit einer Gehaltsverdoppelung von einer auch nicht so schlechten Million Euro auf deren  zwei, wobei die TV-Werbespots mit dem fußverletzten , aber Wutscher-bebrillten Ralf gar nicht dabei sind, für die er sicher nicht gratis engagiert wird.

Ja, nicht ein Medium, schon gar nicht jene, die sich WM-Rechte um ein Heidengeld gekauft haben, bremst die an Gehirnwösche und Volksverblödung grenzende Hysterie um ein Team ein, das (außer intern gegen sich selbst) noch gar nicht gespielt, aber in den letzten Vorbereitungsspielen  alles andere denn geglänzt hat, vielmehr gegen Tunesien zum Abschied aus Wien und Europa nach drei Lattentreffern der Glücklosen Nordafrikaner einen schmeichelhaften 1:0-Sieg errungen hat, der kritiklos fast schon als Vorschuss auf eine WM-Sensation bejubelt wurde. Allerdongs mit dem Makel, dass es den Baumi erwischt hat, er leider ausfällt für Amerika – als Spieler wohlgemerkt, denn nur 9 Tage nach der Operatiom der schweren Muskelverletzung saß der Legionär im Flieger nach Kalifornien, wenn nicht First Class um zteures Geld  liegend. Wer hat, der hat. Wie fördernd das dem Heilungsprozess ist, kann ich nicht ahnen oder behaupten. Was der Sieg gegen Tunesien wert war, haben die Schweden, erst im Play-off gegen Polen qualifiziert, heute mit dem 5:1-Schützenfest in Mexiko demonstriert. Faktum.

Wenn sich vom glücklosen Stastny bis Foda, von Senekowitsch bis Prohaska, vom 82er-Qualifikanten Stotz bis Krankl und Hickersberger einer der Teamchefs vor einer Endrunde oder einem der vielen, meist verlorenen Schicksalsspiele so ein Theater erlaubt hätte wie Rangnick, dernoffenbar Narrenfreiheit hat, er wäre medial nichrt nur ns Kreuzfeuer geraten, er wäre zerzaust, verdammt und in die Wüste geschickt worden wie einst „Beobachter-Reisemarschall“ Stotz. Beim Ralf mit gutmenschlichem Heiligenschein, weil er anfangs nach dem vorsichtigen Schlafwagenfußball mehr Tempo, Pep und Dynamik hineingebracht hatte, die inzwischen auch verflacht bis verflogen  sind, ist das alles natürlich anders.

Dabei hat er sich und uns, um der Wahrheit die Ehre zu geben, in einer der schwächsten WM-Quali-Gruppen dank eines bosnischen Tormannfehlers und Gregerl-Abstaubers mit einem 1:1 in  Wien für die Endrunde qualifiziert, aber weder in Nations Cup noch bei der Euro mehr erreicht als der fade Foda, daran öndert ebenso überzogener Jubel über einen EM-Vorrunden-Gruppensieg gegen die Ex-Vizeweltmeuster und Ex-Europameister aus Holland nichts, wenn man danach gegen die bei der aktuellem WM schon entzauberten Türken, unglücklich oder nicht, im Achtelfinale ausscheidet – eben dort, wo der ungeliebte, abgehalfterte, auch von mir alles andere denn bewunderte Foda erst in der Verlängerung gegen den späteren Europameister Italien  gescheitert war. Alles andere ist nichts als Vortäuschung falscher Tatsachen oder des Verschweigens der Wahrheit, dkie auf den Kopf gestellt wird. Kein Wunder, dass man ob dieser künstlich erzeugten Hysterie narrisch werden muss…   

 

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