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Fussball

Im WM-Wirbel gibt´s einen neuen Sensationsbericht: Saubermänner aus Japan!

Wenn sich Deutschland nicht nur gegen Japan blamiert, sondern mit einem Bein schon so gut wie draußen ist bei der WM, dann muss natürlich Zeter und Mordio geschrien werden, eh klar. Da gehen ehemalige Stars, kritische Reporter und nicht mehr wegzudenken Ex-Fußballerinnen in Studio-Diskussionen ins Detail, warum es so hat kommen müssen, wie es zum Entsetzen der deutschen, allerdings auch zum Entzücken der Söhne und Töchter Nippons wie der schadenfrohen, nicht nur gutnachbarlichen Fußballfans kam. 

Wer oder was schuld war daran, daran erhitzen sich die Gemüter, wobei nicht nur der Pleiten-Hansi, nicht nur die Süles, Schlotterbecks, Müllers und Gnabrys ihr Fett abkriegen, sondern natürlich auch die Fifa mit ihrem Präsidenten, von dem Uli Hoeneß betont, „dass er eine Katastrophe ist für den Fußball!“ Und der streitbare, mit allen Wassern gewaschene, aber bekannterweise trotzdem nicht immer blitzsaubere Uli hat dann auch gemeint, im Zwist um die Regenbogen-Schleife hätte der DFB mehr Rückgrat zeigen und auf der One-Love-Schleife beharren müssen. Und nach der Katar-WM müssten sich die Europäer zusammentun, um nicht nur Infantinos Wiederwahl zu verhindern, sondern ihm die rote Karte zu zeigen, „weil ja die Topspieler alle aus Europa kommen!“


Das allerdings, werter Uli, ist eine doch eher authentische Interpretation, weil es sich bei den meisten Stars um Kicker mit afrikanischen Wurzeln handelt, wie man auf den ersten Blick nicht nur, aber auch beim FC Bayern München erkennen kann, der so nebenbei gegen  gutes Geld auch von Qatar gesponsert wird, oder? Und weil´s so ist, wie es ist, kam der Schütze des Siegstores der Schweiz gegen Kamerun, der Deutschland-Legionär Embolo, just aus Kamerun! Ein, nein: kein Treppenwitz, sondern vielmehr ein Beweis der Globalisierung auch im Fußball, da darf und kann man nicht mehr zurückschauen oder es gar zurückschrauben.

Aber in diesem Zusammenhang sei auch darauf verwiesen, dass die afrikanischen Fußballtalente zwar Wurzeln in Europa geschlagen haben, aber die afrikanischen Nationalmannschaften seit 30 Jahren immer wieder und zuletzt immer weiter hinter den Prognosen aus den 90er-Jahren mit und seit dem Nigeria-Olympiasieg (1996) herhinken, sie würden künftig die WM-.Endrunden dominieren. Warum dem nicht so gekommen ist wie prophezeit, ist deshalb ein Phänomen, weil es ja vor Afro-Stars in Europa und auch anderswo nur so wimmelt.

Frag mich mur, warum danach niemand fragt, obschon diese Frage eigentlich auf der Hand liegt. Aber die hat ja höchstens eine periphere politische, skandalöse oder skurrile Schlagseite – im Gegensatz zu den (Sonder)-Berichten, dass die Fußballsöhne Japans nicht nur sportlich mit Vorurteilen, sondern nach dem womöglich feuchtfröhlichen (?) Siegesjubel auch ihre Kabine fein säuberlich aufgeräumt haben. Ja, bei einer schmutzigen WM ist so etwas natürlich einen ZDF- oder ARD-Sonderbericht wert. Oder andersrum gesagt. Es gibt in Katar sogar Saubermänner! Damit erst ist die Sensation perfekt!

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