Ich msste es zweimal lesen, weil ich nicht glauben wollte und konnte, dass dies stimmen würde. Aber es war keine Falschmeldung, sondern ist irrational klingende Tatsache. Der aktuelle WM-Dritte England mit Harry Kane und Co schoss seinen Vorgänger Kroatien noch dazu in Rijeka mit 7:0 vom Platz. Ein Schützenfest da, dort Schießbudenfiguren, als wären´s die Studententruppe von San Marino, um die Relation herzustellen.
So etwas auf höherer Ebene ich hab´s gestern nacht scjon angeschnitten, ist uns Österreichern vor 52 Jahren passiert, als auch wir ein 0:7 kassierten – allerdings im alten Fußballtempel von Wembley, als sich die Engländer für die Schmach von 1965 mit zwe Fritsch-Toren unerbittlich rächten. Dieses rotweißrote Debakel, gefolgt vom 0:4 in Hannover gegen Deutschland, war dann Anstoß zur Reform, dlie zur Zehnerliga, zur Konzentation heimischer Kräfte wie Legionäre, und schließich auch zu WM-Highlights in Argentinien mit dem 3:2 gegen Deutschand in Cordoba führte.
Zurück zu Kroatiens niedschetterndem Untergang just in der Heimat. Auch der Fußballweisheit letzter Schluss endet eben mit dem legendären Satz aus der Weltpolitik, der zum Kollaps des Ostblock-Kommunismus mit dem Fall der Berliner Mauer gefphrt hat: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben! Meriten von gesten sind kein Freibrief für heute oder gar für morgen. Warum sollten ein Modric, 41, den Real Madridin Ehren versbschedete, und ein Perisic, bald 38, noch mitkommen, wenn eine weit jüngere, kraftvollere englische Dampfwalze ins Rollen kommt? So gut wie ausgeschlossen. Selbst einer vom alten Legenden-Schlag kann einer zu viel sein. Das war auch der Grund, warum Ronaldo zum Bankdrücker degradiert wurde.

Vergangenheit mag zwar verklären, wer sich aber von ihr blenden lässt, kommt ins Hintertreffen. Oder, siehe Rijeka, gewaltig ins Schleudern. Und, von Ralph Hasenhüttl kürzlich im Fernsehen artikuliert, waren unsere gealterten Helden Arnie und Alaba, eher Rucksäcke statt Triebfedern bei der WM 2026 gewesen. Das enorme Tempo, gepaart mit gedulteter, größerer Härte, fordert auch ihren Tribut. Ganz normale Fitness und Wettkampfhärte sind eben zwei Paar verschiedene Schuhe. Das hat auch Ralf Rangnick eingestanden. Alles ist natürlich Konjunktiv, liege aber nicht sehr falsch, wenn ich meine, dass eine Aufholjagd a la Dublin von der buchstäblich alten Garde kaum geglückt wäre. Höhere Gewalt oder Not am Mann haben zur Zangsbeglückung geführt. Und statt einer drohenden Abfuhr einen Punkt und eine Portion Moral gebracht. Kroatien hingegen ist dmit dem größten Dekakel, das je ein Ex-WM-Medaillegewinner einstecken hat müssen, demoralisiert. Bittere Realität, traurige Tagtsache, auch wenn man sie kaum hat glauben können.