Yes we can! Kein politisches Credo, sondern Vertrauen in eigene Kraft und Stärke. Und in das geflügelte Wort: In Linz beginnt´s! Damit verwandelte der LASK das ersehnte Wunder gegen den schottischen Kultklub-Meister Celtic Glasgow in reale Wirklichkeit – 5;1 nach 0:1 und insgesamt schon 0:4 in Minute 21 des Rückspiels, das 0:3 in Glasgow eingerechnet. Ein spielerischer wie mentaler Kraftakt voll Schießwut und Torhunger, der mit dem ersten Aufstieg in die Champions-League buchstäblich Geldes wert ist. Es klingelt in der Kassa wie nie zuvor: 17 Millionen auf der hohen Kante, ehe bei weiteren Punkten noch mehr Euro winken. Samt Einnahmen in Heimspielen. Vor allem, wenn das Los attraktive Gegner beschert.
Welch eine Metamorphose binnen weniger Monate, die einen Name hat: Dietmar „Didi“ Kühbauer. Kleiner Mann ganz groß. Die bilanzen sprechen für sich ud für den Burgenländer. Als er in seiner ersten Amtszeit den LASK bei Nacht und Nebel verlassen hatte, stürzte er die Linzer in eine Krise, während er mit seinem neuen Kleistadtklub Wolfsberg nach dem Cup fast das Double geholt hätte. Danach ging´s über Nacht ebenso schell von Lavanttal zurück zum LASK, den er als Vorletzten übernahm, um mit ihm das davor verpasste Double zu gewinnen als Neuauflage von 1965, als die Linzer als erster Bundesländerverein mit etliche Teamspielern zum Pokal auch den Titel geholt hatten.

Zahlen, die ncht lügen, aber all jene Lügen strafen, die auf den vom privaten Schicksal geprügelten wie von Medien vielkritisierten Didi hindroschen, der sein Herz oft allzu (vor) laut auf der Zunge getragen hcatte. Emotionsbündel, Zornpinkel, Streithansl, all diese mitunter nicht eimal berechtigten Vorwürfe überlagerten immer wieder die Wertigkeit seiner sportlichen Tätigkeit, hinter der die jahrelangen Erfahrungen auch im Europacup und als Legionär in Spanien und Deutschland steckten. irgendwie erinnert er, obschon er mit weit weniger Topstars auskommen muss, an den belgischen Bayern-Trainer Kompany. Nahe an der Mannschaft, ein Primus inter Pares, dem der Erfolg Respekt verschafft. Magie einfacher Rezepte statt komplizierter, intellektualisierter Zusammenhänge.
Und als ehemaliger (Team) Spieler, der sich als Spielmacher verstand, setzt Kühbauer weniger auf der neuen Weisheit letzten Schluss, das Zerstörungspiel gegen den Ball heißt, sondern forciert lieber das Spiel mit dem Ball als Voraussetzung, sich Chancen zu erarbeiten und Tore zu schießen. Hätten die Linzer sowohl im Hin- als auch Rückspiel ihre Visiere noch besser eingestellt, dann hätte es – bei 41 Schüssen in Linz und 19 in Glasgow, macht isgesamt 60 – gar keines Nervenflatterns und Herzschlagfinales bedurft, um eine so prominente, wenn auch längst nicht mehr so schlagkräftige Truppe wie Celtic aus der OÖ-Arena zu ballern. Aber die Linzer haben es dank Kühbauer geschafft, das Fußball-Drama vom Bauer zum Millionär zu schreiben. In Linz hat ein neues Märchenkapitel begonnen. Yes we can! Jawohl, Don Didi, wir schaffen das, woran und worin die Politik (erInnen) versagt/versagen, weil sie selten das Fach kennt/en oder nicht vom Fach kommen.