Lasset hoffen, dass ob Sölden mit Winter auch neue ÖSV-Generation hereinschneit
Josef Metzger
Wenn stimmt, was die Metereologen ankündigen, dann schneit es pünktlich zum Gletscher-Weltcup den Winter herein. Das allein ist schon einmal eine sehr positive Nachricht, die da nicht nur für den Sölden-Veranstalter zu vermelden ist, sondern auch für Skisport, Wirtschaft und Industrie. Und wenn stimmt, was der ÖSV-(oder Ski-Austria)-Sportdirektor Mario Stecher gesagt hat, dann hätte der eine oder andere Star in spe über Früphjahr und Sommer erkannt, dass es Lohn nur für besonders harte Arbeit gibt, was immer er damit andeuten wollte.
Jedenfalls werden vor allem bei den Damen (trotz neuerlichen Ausfalls von YOG-Golden-Girl Waroschitz und Nina Astner) als auch bei den Herren einige neue Namen am Wochenende am Start stehen – und am extrem schwierigen Hang am Rettenbachferner nicht nur dabei, sondern mittendrin im Kampf um Finalplätze oder gar Topresultate sein wollen oder eigentlich sollen. Kurzum, wenn man die Worte des einstigen Super-Mario in der Nordischen Kombination, durch das verschwägerte Raich-Schild-Duo auch alpin auf dem Laufenden, richtig interpretiert, dann sollte es in Sölden eine rotweißrote Zukunft hereinschneien.
Neue Namen von l. nach r. Rings-Wanner, Jakob Eisner, Raich & Falch.
Mit einer verjüngten ÖSV-Generation, die die großen Lücken der vergangenen Jahre so gut füllt, dass wir ebenso wenig Neidgenossen der Eidgenossen sein müssen wie der echten Norweger und eines verkappten brasilianischen Elchs, oder eines holländischen Salzburgers, dessen zweites Comeback nach gescheitertem ersten noch in den Sternen steht, aber nichts daran ändert, dass sich darob Finger wund geschrieben und Münder fusselig geredet wurden ...
Was ein echter, obendrein patriotischer Skifan ist, der hofft natürlich, dass sich die optimistischen Prognosen Stechers auch erfüllen, wobei Vorsicht durchaus am Platz ist, weil Trainingsläufem Qualifikationen und Rennen unter größerem Erwartungsdruck von innen wie außen doch verschiedene Paar Skischuhe sind. Wäre aber schön, würde am Wochenende wieder ein Stern vom Himmel fallen wie ehedem eine gewisse Nicole Hosp, die im Oktober 2002 vom Europacup geholt worden war, um sensationeller Teil eines historischen Gletscher-Riesenslaloms mit drei zeitgleichen Siegerinnen (Flemmen, Maze, Hosp) zu werden. Reprisen gehöeren nicht nur im Theater zum Repertoire.