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Maier-Macher Evers über Speed-Defizite und ein Schwergewicht als Zukunftshoffnung

Er ist zurück und wieder da, der ehemalige Maier-Macher Andreas Evers. Und mit dem Andi  kamen auch schon erste Erfolge zurück wie Siege und Podestplätze  der aktuellen und Exweltmeister wie Vincent Kriechmayr und Raphael Haaser, also etablierten Läufern zwischen Ende 20 und Mitte 30. Wie aber steht´s um den heimischen Nachwuchs, der ja die Zukunft bedeuten und sichern soll für die jahrelange Skination Nummer 1, der inzwischen selbst ehemalige Exoten vorhupfen, wie und wo es lang geht?

Evers spricht aus, warum es unter anderen krankt. Zum einen an der nur partiell selektiven zweiten Europacup-Ebene, die nur höchst eingeschränkt Weltcuptauglichkeit vorgaukelt. Zum anderen an einer gesellschaftlichen (Fehl-) Entwicklung, „weil man der  jungen Generation viel weniger erlaubt als früher auch aus der Befürchtung, dass Betreuer unter Riesengeschrei zur Verantwortung gezogen werden, wenn was passiert – womöglich sogar Gefängnis droht …“ Ein unausgesprochener Hinweis, dass  damit Schmerzgrenzen und Belastungsfähigkeit bei der Next-Generation im Lauf der Zeit im Vergleich zu früher eindeutig geschrumpft sind.

Da er erst seit einem guten halben Jahr wieder in Amt ist, muss sich Evers noch einen Überblick verschaffen, wer zumindest das Potenzial hat, in den Speedbwerben an Kriechmayr und Co. anzuknüpfen. Inwieweit der nach Kreuzbandriss und Rekonvaleszenz gleich wieder im Europacup  siegreiche ehemalige Juniorenstar Felix Hacker schon wieder das Zeug und den Mumm habe, dem Establishment im Nacken zu sitzen, werde man schon ab morgen  beim Training und falls er sich dabei durchsetzt, auch bei den Rennen auf der klassischen Gleiterstrecke mit der technischen Schlüsselstelle Ciaslat in Gröden sehen.

Als neuen, künftigen Trumpf (und vielleicht auch so was wie Leithammel der Next-Generation) sieht Evers den schwergewichtigen („Mehr als 100kg, aber er kann nicht nur gleiten“) Steirer Stefan Eichberger, der in Beavercreek mit Zwischenbestzeit kurz vor dem Ziel ausgeschieden, somit nicht klassiert und damit nicht einmal ein Thema gewesen war, was gewesen wäre, wenn… In Eichberger könnte also nicht nur ein Leader von morgen, sondern auch ein Spitzenmann der Gegenwart stecken, der schon bei und für die Klassiker und Olympia ein heißes Eisen wird. Ab morgen, wenn es auf der Kunstschneepiste („Rundum schaut´s eher bescheiden aus mit´m Schnee“) der Saslong-Abfahrt zur Sache geht, wird der Ernstfall in der Hoffnung geprobt, dass mit Andi Evers die Erfolge von vorgestern fröhliche Urständ feiern ..

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