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Nordische Ski-WM in Falun spiegelt schwedischen Abwärtstrends

Stell Dir vor, in knapp vier Monaten sollen oder wollen die nordischen  Skisportler auf Schanzen und Loipen um WM-Medaillen kämpfen, wissen aber derzeit so genau nicht, ob sich das Ende Febreuar 2027 wie geplant im schwedischen Falun abspielt oder alternativ anderswo? Wie das, so werden Sie sich fragen? Einfach deshalb, weil zumindest nach außen hin die (Welt- oder NATO-) Politik ein Kräutl dreinmacht mit dem Einreiseverbot für die Russen und Weißrussen, obschon das IOC für sie grünes Licht gegeben hat. Aber Sport hat ja, wie die Gutmenschen in aller Welt gerne betonen, nichts mit Politik zu tun, es sei denn … 

Ja, es sei denn, die Politik eignet sich wunderbar als Feigenblättchen, das die großen, unleugbaren wirtschaftlichen Probleme zuudeckt, mit dem die schwedischen Veranstalter schon länger zu kämpfen haben. Davon haben mir Insider der Szene schcon vor Monaten berichtet, als Falun auf der Suche nach WM-Sponsoren auf dem Trockenen saß. Und sehr rosig kann´s um die diese Titelkämpfe im ziemlich hohen  Norden nicht stehen, wenn Falun icht einmal eine (Mini) Delegation zum Forum Nordicum nach Nove Mesto nördlich von Brünn geschickt hat, um dort Frage und Antwort zu stehen, wie es ausschaut. Ein  Offenbarungseid.

Jedenfalls schien es hiunöächst ein guter Grund für Trentino zu sein, aus den olympischen Löchern zu kriechen, um zu sagen, dass das Fleimstal, also Val di Fiemme mit Springerzentrum Predazzo, jederzeit bereit wäre, sozusagen im Eiltempo und Handumdrehen die gefährdete Falun-WM zu übernehmen. Schließlich wären alle Wettkampfstätten mit Drum und Dran vorhanden, also ein wesentliches Ass im Ärmel…

Das klang anfangs hwar aus Trentiner Perspektive durchaus plausibel, hörte sich bei den anderen rivalisierenden bis zerstrittenen olympischen Orten von Livigno über Bormio, Mailand und Cortina bis Antholz nicht ganz so toll an, weil es nicht einmal noch alle Abrechnungen der weit verzweigten,  zersplitterten Spiele geben soll. Und ehe man spekulietrte, was die Fleimstaler im Schilde führen, wenn nicht  einen Schildbürgerstreich, der ja unseren italienischen Nachbarfreunden nicht gerade fremd ist. Kaum gerätselt, schon wieder dementiert. Alles nur eine Fehlinterpration,. Man darf gespannt sein, was schlussendlich herauskommt, wenn der neue FIS-Präsident Ospelt aus dem prosperierenden Liechtenstein den Lokalaugenschein im schwachbrüstigen Falun hinter sich hat, das finanziell alles andere denn auf Rosen gebettet scheint.

Auch sportlich stehen die nordischen Schweden gemessen an ihren norwegischen Nachbarn mit ziemlich leeren Händen da – und seit Weltcupsieger Jan Boklöv, dem Erfinder des V-Stils vor knapp 40 Jahren, auch ohne einen konkurrenzfähigen Skispringer. Ein ähnliches Desaster wie im Tennis, dem anderen weißen Sport, in dem die farbigen Borg-, Wilander- und Co-Erben irhendwo im Niemannsland dahindümpeln,  von Frauen gauz zu schweigen. Dagsegen sind ja wir buchstäblich noch wahre Weltmeister…

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