TENNIS. WTA 500, Upper Austria Ladies, Linz, Design-Center, Sandplatz: Die Welle ging durch die ausverkaufte Halle, in die sich auch Eisschnelllauf-Olympionikin Emese Hunyady aus Zürich kommend, sich für Österreichs jüngste Tennis-Hoffnung interessierend, gesellt hatte. Die patriotisch gestimmten Fans und Emese wurden nicht enttäuscht, denn dien 18jährige Lilli Tagger riss das Publikum trotz manch Fehler mit tollen Schlägen nicht nur zu Begeisterungsstürmen hin, auch die Welle wogte über die Tribünen, manchmal begleitet von Rufen wie „Attack“: Das wieder muss man Fräulein Lilli, deren Coach Francesca Schiavone erste rechts oder links von der Mitte saß, nicht zweimal bitten. Wer 1,85m groß ist und damit noch größer als die russsische Gegnerin Ludmilla Samsonova (Nr. 3 des Turniers, Nr. 23 im Ranking) will auch das Gesetz des Handelns bestimmen nach dem Motto. Hier bin ich Hausherrin..
Nicht, dass sie mich falsch verstehen, aber wer Frau Samsonova in den ersten eineinhalb Sätzen gesehen hat, der hätte niemals für möglich gehalten, dass das eine Weltklassespielerin sein soll. Bis zum ersten direkten Punkt im dritten Game des ersten Satzes musste Fräulein Tagger nur darauf warten, dass Frau Ludmilla, 27, selbst einfache Bälle verschlägt, ganz abgesehen von Doppelfehlern. Irgendwie bekam unsereins das Gefühl und den Eindruck, als würde einer Nachtwächterin gegen den heimischen Morgen-Stern und deren lautstarke Fans das Herz in die Hose gerutscht sein, so schwach bis chancenlos wirkte die Russin, die nach zwei vrlorenen Aufschlagspielen den ersten Satz unter dem Jubel des mehrheitlich OP-Publikums, daerunter auch der erst aus der Schweiz angereiste Turniervater Peter Michael Reichel, dessen Tochter inzwischen den 35jährigen Turnier-Jubilar schupft.
Erst als Samsonova nach einmem frühen Break im, zweiten Satz ein Blitz-Aus drohte, bväumte sich die Nr, 3 des Turmieres auf, schoss auch Asse statt Doppelfehler zu servieren und erwischte Tagger da und dort so am falschen Fuß, wie ihr das bis dahin passiert war. Aus 1:3, 2:4 und 3:5 machte Samsonova mit Rebreak plötzlich ein 6:5, konnte aber keinen ihrer vier Satzbälle verwerten, womit ein Tiebreak angesagt war. Und da zeigte Fräulein Tagger nicht nur, dass sie gegenüber Sommer und glatte Niederlagen gegen Sinja Kraus (Amstetten, La Villa Wien) ihr Arsenal an Schlägen ebenso wie das Öffnen des Platzes viel dazugelernt hat – und vor mallem, über zwei Eigenschaften verfügt, die im heutigen Toptennis sozusagen die halbe Erfolgsmiete sind – absoluter Wille zum Sieg und enorme mentale Stärke, die schom an Kaltblütigkeit grenzt. Man muss sich einmal wie Lilli getrauen, schwierige Bälle im heikelsten Augenblick zu spielen. Und das hat Tagger, im Tiebreak zweimal mit Mini-Break zurück, mit höchster Bewunderung bewiesen.
Jetzt steht sie im Viertelfinale, in dem es zum Schlagabtausch mit der nächsten Russin, die aber neuerdings unter rotweißroter Flagge spielt., in Linz vor drei Jahren das Turnier gewonnen hat und Anastassija Potapova heißt, die wenig Federlesens mit der Deutschen Korpatsch beim 6:1, 6:2 gemacht hat. Zweimal Austria uhter den Top 8,, das hat es schon lange nicht mehr bei einem so hoch dotierten Turnier gebeben. Tatsache aber ist auch, dass der Tennisverband mit allem Drum und Dran weder mit dem unaufhaltsamen Aufstieg der einen noch dem Stellenwert der Russin zu tun hatte, weil die eine bei der einstigen Paris-Siegerin Schiavone fern der Osttiroler Heimat trainiert, die an dere aus dem Moskau-Ausbildungsstall stammt, auch wenn sie kurzfristig als damalige Ehefrau des ehemaligen Bresnik-Schülers Schewtschenko in der Südstadt (LZ) beim Training zu sehen war….
RADSPORT. Baskenland-Rundfahrt, 3. Etappe (inkl. Einleitungszeitfahren 4. Etappe). Der Baske Arrumburu gewann nach einem Jshr wieder eine Tagesfahrt, als Achter mit 14 Sekunden Rükstand baute der französische Wunderk #nabe Paul Seixas seine Führung gegenüber Roglic (Slowenien, 2:19) und Lipowitz (2,38/beide RedBull-Bora),. Ob bergauf oder bergab, der 19-jährige gibt überall den Ton an.
FUSSBALL. Conference League: Hinspiel, Viertelfinale: Der von Oliver Glasner (noch bis Sommer) trainierte Südlondoner Traditionsklub Crystal Palace gegen den ehemaligen italienischen Topverein und jetzt in den Serie-A-Abstiegskampf verwicklelte AC Fiorentins zuu einem 3:0-Heimsieg.
