FUSSBALL. WM-Qualifikation, Nachtrag: Während der viermalige Weltmeister Italien mit einem 1:1 nach Verlängerung und 1:4 im Elferschießen an Bosnien-Herzegowina scheiterte, lösten Schweden (3:2 gegen Polen), Türkei (1:0 in Kosovo gegen das Franco-Foda-Team) und Tschechien (3:1 gegen Dänemark) das Ticket für die erste 48er-Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko. Erstmals seit 40 Jahren ist auch der Irak nach einem 2:1 im Playoff gegen Bolivien in Monterrey wieder bei einer Endrunde. Wie es mit dem fix qualifizierten Iran weitergeht, Kriegsgegner der USA und des Fifa-Friedens-Preisträgers Donald Trump, wird sich der Fußball-Welt-Boss Infantino bald überlegen müssen.
TENNIS. ATP 250, Tiriac Open, Bukarest: Skngle: Sebastian Ofner musste gegen den Italiener Brancaccio bei 3:6, 0:1 aufgeben. – Doppel: Alexander Erler und Lucas Miedler, nach mehr als einjähriger Pause wieder vereint, feierten einen Comeback-Sieg gegen Escobar-Willis. Sie treffen im Viertelfinale auf die österreichisch-indische Paarung Oberleitner-Baranji, die das rumänische Wildcard-Duo Jecan-Pavel jr. (Sohn des Ex-Paszek-Trainerfreundes) mit 12:10 in einem dramatischen Champions Tiebreak doch noch besiegten.
WTA 500, Linz, Design-Center, Sand, ab Samstag (Qualifikation): Während Julia Grabher noch ins Hauptfeld rutschte, erhielt die 18jährige Zukuftshoffnung Lilli Tagger eine Wildcard für dieses von den engagierten Reichels gegründete und organisierte Sandplatzturnier als Einstimmung auf den Stuttgart-Klassiker. Wenn es auch Sinja Kraus und Neo-Österreicherin Anastassjia Potapova schaffen, könnte erstmals seit 2008 ein ÖTV-Quartett im Hauptfeld aufschlagen. Abgesagt haben die ehemalige Paris-Siegerin Krejcikova und Milliardärstochter Navarro, die beide Top 10 waren.
RADSPORT. Wie schon bei Gent/Middelkerke – Wevelgem, wurde Wout van Aert der Sieg im letzten Abdruck weggeschnappt – diesmal vom italienischen Zeitfahrspezialisten und Exweltmeister Filippo Ganna.
Mannschaftsmeisterschaft, Herren: Der Kärntner Verein Straßburg (Gurktal) hat groß eingekauft, um seine Titelambitionen zu realisieren. Mit Sebastian Ofner, Österreichs Nr. 1, wurden auch die Melzer-Brüder Gerald und – nicht zu glauben, aber wahr, dass diese contradictio in adiecto erlaubt ist – auch Sportdirektor und Daviscup-Coach Jürgen, 45, engagiert.

SKI ALPIN. Ein Paukenschlag nach Saisonende, mit dem niemand wirklich gerechnet hätte. Der Norweger Henrik Kristoffersen, erster Weltklassefahrer, der auf die damals brandneuen Hirscher-Ski Van Deer umgetiegen und mit dem neuen Material 2023 in Courchevel sogar Slalom-Weltmeister geworden war, hat sich von Van Deer-RedBull getrennt. Toni Giger, Chef des bulligen Unternehmens, sprach von einer beiderseitigen Entscheidung zur richtigen Zeit. Wer’s glaubt, wird selig. Aber wer weiß, vielleicht ist alles nue ein Aprilscherz zum.hruzigen Tag. Dem Sarkasten Giger wär’s zuzutrauen, weil negative Werbung oft besser ist als gar keine Silbe über ein Produkt…
Nationale Meisterschaften: Italien, Sestriere: Damen-RTL: Jungstar Anna Trocker, 17, von der Seiseralm hoklte sich ihren ersten Titel. – Frankreich, Tignes, Abfahrt: Weltmeustersohn Sam Alphand siegte vor Nils Allegre. – Polizei-WM, Andermatt (SDz): Slalom: Der deutsch-amerikanische Außenseiter aus Garmisch, Nico Palamares, triumphierte überrasschend vor Muffat-Jeandet und Ex-Olympiasieger Clement Noel (beide F). Die Österreicher L. Feurstein (7.) und Brennsteiner (9.) lagen ebenso zurück wie die offiziell abgetretene Christina Ager (7,) bei den Damen, bei denen die wenig bekannte Italienerin Mondinelli gewann. Ager hatte davor die längste Abfahrt der Welt in Sankt Ulrich, Gröden, gewonnen.