TENNIS. French Open Sandplatz-Grand Slam, Roland Garros, Paris-Auteuil: Damen: Mit ihrem achten Sieg en suite in Paris steht die Polin Maja Chwalinska als erste Qualifikantin sensationell in einem French Open-Endspiel. Die krasse Außenseiterin, die inzwischen längst aus dem Schatten ihrer Landsfrau und viermaligen Paris-Siegerin Iga Swiatek getreten ist, eliminierte die russischf Sabalenka-Bezwingerin Diana Shnajder mit 7:6, 6:4.
Im Überraschungsfinale trifft die Polin auf die Linz-Siegerin Mirra Andreeva, die sich für zwei Masters-Niederlagen mit einem eindrucksvllen 6:1, 6:4-Sieg an der Ukrainerin Marta Kostjuk revanchierte. Andreeva, 19, ist nur ein knappes Jahr älter als unsere große Tennishoffnng Lilli Tagger, 18, die sich inzwischen auf die Rasensaison mit dem Highlight Wimbledon vorbereitet.
Mixed-Doppel: Sara Errani und Doppel-Spezialist Vavassori holten den French-Open-Titel mit einem Dreisatz-Sieg gegen Dabrowski-King.
,Junioren, Burschen. Viertelfinale: Thilo Behrmann scheitrrte nach hartem Kampf am topgesetzten Brasilianer „Guto“ Miguel mit 4:6, 6:1, 3:6.
LEICHTATHLETIK. Prokop-Memorial in St. Pölten. Wichtigste Resultate: Wähend trotz ihren Siegen oder Finalplätzen die etablierten ÖLV-Stars von Lukas Weißhaidinger (1., Diskus 63,68m) über Caroline Bredlinger (1., 800m in 2:01,41), Markus Fuchs (2., 100m in 10,32 vor Aufsteiger Pullnig, 10,33) und die Hürdensprinter Enzo Diessl (1. in 13,40) und Karin Strametz (6. in 13,05) eher mittelprächtige Weiten und Zeiten lieferten, steigerte sich ein eher unbeachtetes Trio zu Spitzenleistungen. Die 400m-Hürdenläuferin Anja Dlauhy (Foto) klopfte in für kaum möglich gehaltenen 54,40 Sekunden ebenso am Tor zur Spitzenklase an wie ihr Kollege Strohmayer-Dangl (49,43), der sich der Futterknecht-Zeit aus den 80er-Jahren nähert, und die 100m-Sprinterin Karin Posch Foto), die mit 11,10 Sekunden einen für heimische Begriffe sensationellen Rekord (bisher Karin Mayr-Krifka, 11,15) aufstellte. Der in den USA lebende Diskushüne mit Afrika-Wurzeln, der immer noch hierzulande gemeldete Feuerwehrmann Will Dibo, konnte mit unterdurchschnittlichen 56,66m seinen mehr als 63m-Wurf von Amerika leider nicht bestätigen.

SCHWIMMEN. Staats- und Junioren-Meisterschaften im Rahmen der Austrian Finals in der Wr. Stadthalle: Eine wirklich herausragende Zeit lieferte abgesehen von den hoffnungsvollen Jung-Teenagern Nida Omid, Lilli Paier, einer der beiden Syslo-Zwilinge und der russischen Neo-Österreicherin Sofya Ponevethskaja, die Deutsch ohne und Russisch mit Akzent spricht, nur der in den USA stationierte und von der Michigan-University enttäuschte Salzburger Weltklasse-Brustschwimmer Luka Mladenovic mit seiner Siegerzeit über 200m in 2:10,87 Minuten.
Ein Comeback nach schwerer Not-OP gelang der früheren YOG-Medaillengewinnerin und Olympia-Teilnehmerin Marlene Kahler (200m-2., 1500m Kraul-Siegerin) die mittlerweile in den USA lebt und trainiert. Auch die 50m-Schmetterlinge Lukas Edl und Ex-Vizeweltmeister Simom Bucher flatterten in 23,74 und 23,93 zumindest so passable Zeiten wie 200m-Kraul-Junioren-Europameister Christian Giefing (3:50,86 über 400m). Die deutsch-dänische Import-Österreicherin Iris Julia Berger gewann zwar drei Titel, mit den Siegerzeiten (50m Butterfly in 26,54, langsamer als Nadarajah 2005 bei Montreal-WM als Vierte in 26,5o Sekunden, 50m Rücken 23,83, 200m Kraul 2:01,01) aber wird´s trotz der bis zum Paris-EM-Sommer zu erwartenden oder erhofften Steigerung eher schwierig, mehr als einen EM-Zwischenlauf zu erreichen.
TURNEN. Austrian Finals, Staatsmeisterschaften, Dornbirn: Die favorisierte Leni Bohle gewann den Mehrkampftitel mit 49,40 Punkten vor deff Überraschungszweiten Schwaninger aus Wattens. Titelverteidigerin Selina Kickinger verzichtete auf einen Start am Schwebebalken, landete deshalb nur auf Platz 15, kann aber nach dem gelungenen Comeback wieder zuversichtlich in die Zukunft schauen. Bei den männlichen Junioren siegte mit Holecek der Sohn eines früherem Meisterturners aus Wien.
GOLF. Dutch Open, Amsterdam: Der Burgenländer Bernd Wiesberger nahm seine Topform von Kitzbühel mit nach Holland, liegt nach der ersten wegen orankaetiger Windböen abgebrochenen Runde mit 2 unter Par auf dem geteilten 7. Platz. Max Steinlechner konnte als Spätstarter nur zwei Par-Löcher spielen, dann kam der Abbruch.
PGA-Tour, Memorial Tournament im Jack-Nicklaus-Home Columbus: Der nach den Austrian Alpine Open in Kitzbühel wohl noch vom Jetlag geplagte Austro-Amerikaner Sepp Straka spielte zum Auftakt wie sein Flight-Partner Gotterup, aber auch ehemalige Major-Sieger wie Justin Thomas oder Jason Day, eine mittelprächtige 74 auf dem anspruchsvollen 72er-Kurs. Straka rangiert damit auf dem geteilten 50. Platz, zu den Top Ten (9. die Welt-Nr. 1, Scotie Scheffler, USA) fehlen ihm ganze vier Schläge, auf die Top 20 zwei, was nichts zu bedeuten hat im Golf.