TENNIS. ATP 259, Generali Open, Kitzbühel. Als letzter heimischer Single-Mohikaner schied der weißrussische Niederösterreicher Jurij Rodionov gegen Thomas Martin Etcheverry aus Argentinien nach einem Aufflackern im zweiten Satz mit 2:6, 6:7 aus. Auch die deutsche Tro-Herrlichkeit reduzierte sich heute auif einen Viertelfinalisten, den Kitz-Spezialisten Yanick Hanfmann. Struff und nAltmaier sind ausgeschieden. Viertelfinale: Bublik (Kaz, 1/TV) – Molcan (Slk), Etcheverry (Arg, 4) – Buse (peru, Hamburg:Sieger), Hnafmann (D) Baez (Arg, früherer Kkitz-Sieger): Navone (Arg) – Halys (F, Achtelfinalsieger gegen die Nr. 2 Vacherot, Monaco).
Dass beim Rodionov-Match der Turnierdirektor A. A. als Co-Kommentator in eigener Sache im Servus-TV seinen Senf dazu geben durfte, zeigt nur, dass es mit Moral und Ethik offenbar im Tennis vorbei ist. Alles so unverschämt-ungeniert wie die Dreistigkeit, mit der der neue Kurier- und Mediaprint-Geschäftsführer auch als neuer Tennispräsident von einer tollen Entwicklung im (Herren) Tennis spricht, obschon es mit wenigen Ausnahmen bei ATP und WTA-Turnieren von mittlerweile viertklassigen 250er aufwärts fast nur Niederlagen in Serie gibt.
Auch die Kitzbühel 125er-Siegerin Kraus schied heute in Hamburg gegen die vordem unbekannte Russin Chabaeva mit 7:5, 5:7, 5:7 aus. Kein Wunder, dass der ÖTV bei der ATP gegen die drastische Reduzierung auf 8 bzw 16 Doppel pro mehr oder weniger großen Turnieren protestiert, weil es dort – allerdings meist mit Auslandspartnern – hin und wieder Siege oder Endspielteilnehmer gibt.
Die Melzer-Worte („Ohne Doppel wäre ich nie Top 10 in beiden Bewerben geworden“) werden die gewinnorientierten Veranstalter kaum irritieren. Insider verrieten übrigens schon im Herbst vorigen Jahres in Wien die Doppel-Reformpläne, die es ja nur deshalb gab, weil anders als einst im Mai des vorigen Jahrhunderts mit raren Ausnahmen nur unbekannte Namen und keine Topstars wie ehedem McEnroe, Panatta, Nastase, Tiriac, Newcombe, Roche etc eher als teure Saalräumer denn lukrative Ticketseller auftreten. Und das ist budgetär eben kontraproduktiv. Dass ältere Hobbyspieler in Klubs oft Doppel bilden, ist Part of das Steckenpferd-Game älterer, körperlich schon etwas langsamer und geschwächter Senester. Mit Spitzensport hat das alles nichts zu tun.
RADSPORT. Tour de France, 17. Etappe (Ziel in Voinon, eher flach). Der Tempobolzer und spurtgewaltige Belgier Philipsen feierte einen Sprintsieg, vor der morgigen Alpenetappe mit Ziel in Orcieres-Merlette führt Pogacar weiter mit 4:32 vor Renco Evenepoel und 6:11 vor UAE-Edelhelfer del Toro (Mex). ÖPogacar,m verneintlich jujnangetgatstm sollte auf der Hut sein, vor allem dann, wenn man in der Tour-Geschichte blättert.
In der schweren Fahrt zum Bergziel Orcieres-Merlette hatte der Spanier Luis Ocana vor 5 1/2 Jahrzehnten dem vermeintlich unschlagbaren Eddy Merckx eine der bittersten Niederlagen (12 Minuten Rückstand) beigebracht und das gelbe Trikot ausgezogen, das Fortuna dem glücklosen Luis aber nicht gönnte. Wenige Tage später schied Ocana, Merckx auf Distanz gehalten und Tour-Sieg vor Augen, durch einen fatalen Sturz am Col du Peyresourde in den Pyrenäen aus. Immerhin holte er den Tour-Sieg nach, später schied der oft Frustrierte mit Freitod aus dem Leben.

LEICHTATHLETIK. Nachtrag. Banska Bystrica, Slowakei. Geschafft! Endlich! 400m-Hürdenläufer Niklas Strohmayr-Dangl löschte den 41 lange Jahre allen Attacken widerstehenden Uralt-Rekord des ehemaligen Olympia-Teilnehmers Thomas Futterknecht (49,33) mit der Klassezeit von 49,18 Sekunden, die er aberf bei der Birmingham-EM im August bestätigen wird müssen, um einen Vorlauf zu überleben. In Banska Bystrica wurd er trotz Rekordlaufes nömlich nur Dritter. Ebenfalls Dritte mit neuem 100m-Rekord vom 11,06 Sekunden wurde die ehemalige, inzwischen in St. Pölten mit Trainer Philipp Unfried verheiratete, mittlerweile eigebürgerte Ex-Staffelweltmeisterin Christania Williams. Siege feierten Hürdensprinter Enzo Diessl in seiner Saisonbestzeit von 13,25 Sekunden und in allerdings mäßigen 53,11 (lief schon Sykora 1969 in Athen) über 400m flach die lange Zeit verletzte Susanne Gogl-Walli, die sich über die Weltrangliste für die EM qualifizieren will. Dabei wird sie ordentlich aufs Tempo drücken müssen.
KAJAK. WiIdwasser-WM in Oklahoma City (Olympia-Revier 2028): Die Bronzemedaille im Team (Oschmautz, Leitner, Steinbrenner) in einem ähnlichen Bewerb wie die frühere Team-WM im Alpin-Skilauf darf man einerseits nicht kleinreden, andererseits aber nicht überbewerten, denn in erster Linie zählt der olympische Slalom, in dem die eingeheiratete Deutsche Oblinger-Petters für Rotweißrot die letzte und zugleich, wenn ich nicht irre, seit Norbert Sattlers Silber von München 1972 (Augsburger Eiskanal), erste Olympiamedaille gewonnen hat.