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NOTIZEN AUS DER WELT DES SPORTS

LEICHTATHLETIK. Historischer Moment bei den Commonwealth-Games in Glasgow! Der Australier Lachlan Kennedy lief als Zweiter hinter dem Kameruner Eseme (9,83) in fabelhaften 9,85 Sekunden die schnellste 100m-Zeit, die je ein weißhäutiger Sprinter erzielt hat. Den bisherigen Ethnik-Rekord hatte der Franzose Christophe Lemaitre mit 9,92, gelaufen vor 15 Jahren, gehalten. Mit dieser Leistung zog Kennedy auch die These in Frage und Zweifel, wonach weiße Sprinter nichts mehr gegen Farbige erreichen oder gar gewinnen können. Es ist quasi der schon seit 1988 (Olympia Seoul, 100m Butterfly-Sieger Anthony Nesti, Suriname) in der Schwimmszene längst nicht mehr gültige Spruch, dass Schwarze abgesehen von sozialen Nachteilen das Handicap hätten, mit zu schweren Knochen und zu hohem Gewicht nichts gewinnen zu können. Nesti, der in 1988 übrigens mit seinem Triumph verhindert hatte, dass der sechsfache Olympiasieger Matt Biondi (USA) den Spitz-Rekord (7) von München 72 egalisiert, war sozusagen  so etwas wie ein Türöffner. Mit Bronze vier Jahre später in Barceloa bestätigte Nesti, dass Seoul keine Eintagsfliege war. Seither holen farbige Scchwimmer: Innen immer wieder Olympiasiege und Medaillen, wie etwa Simone Manuel im Rio-Kraulsprint oder auch mänliche Pendants. Die abgedroschenen Klischees sind mittlerweile nur noch längst widerlegte Vorurteile.

FUSSBALL. Conference League: Rapid steht nach einem 6:2-Heimsieg (Gesamt 9:3) gegen den Fußballzwerg Sant Coloma aus Andorra in der nächstenRunde. Die Überschwenglichkeit, mit der ORF-Experte Mählich die gute Vorstellung der Rapidler kommentierte, war des Guten zu viel.

Nachtrag: Sturm Graz trifft nach dem 2:0-Ausw Nesti ärtssieg ud einem Gesamtscore von 6:0 bei Hearts of Midlothian, Schottlands Vizemeister, auf den Sieger aus Dinamo Zagreb und Fenerbahce.

TENNIS. ATP-Challenger, Liberec: Deja-vu-Erlebnis für Joel Schwärzler: Kaum einmal gewonnen, schon wieder verloren. Der Vorarlberger, Nr. 183, unterlag dem auf Position 261 gelegenen Tschechen Kumich im Achtelfinale mit 2:6, 3:6.

WTA 500, Washington, Nachtrag: Anastasija Potapova, die Neo-Österreicherin, hatte keine Mühe, die mittlerweile 46-jährige Venius Williams mit 6:3, 6:3 zu schlagen. Ausgeschieden hingegen  ist der dreifache Kitzbühel-Doppelsieger Lucas Miedler im Doppel mit dem Australier Polmans.

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