Es hat halt nicht sollen sein! Trotz der schönen bis euphorischen Vorhersagen sind weder Tennis-, noch Leichtathletik- oder Skiwunder passiert an diesem Wochenende der WM-, Weltcup- und Europacupfinali, sieht man davon ab, dass die Europacup-erprobte und Weltcup-hinterherjoppelnde Nadine Fest im Hinterglemmer EC-Endspiel in ihrer Domäne Super G gewann. Leider reicht´s doch nicht für die Pragmatisierung der 27-jährigen, was den Weltcup betrifft. Schade.
Ich hab´ noch in den Ohren, was mir die legebndöre Annemarie Moser-Pfröll mit ihrer jüngeren Beifahrerin/Pilotin, der Speed-Queen Renate Götschl, vor ein paar Wochen gesagt hat: „Wenn wir damals Sechste worden sind, dann haben´s uns zerrissen. Heute bejubeln´s solche Resultate!“ Nicht nur im Skirennlauf, sondern auch im Tennis und anderen Sportarten, sofern es TV-Rechte gibt, die genpützt werden müssen. Heute erlebt im Gespräch mit der knapp verhinderten Podestläuferin Ariane Rädler in Kvitfjell oder der ebenso aus dem Ländle stammenden Isabelle Poscb bei der Hallen-LA-WM in der Superhalle von Torun in Polen. Auch wenn sich der ORF-Reporter vor Freude über die neuerliche 7,20er-hoch-Zzeit fast überschlug, fehlten Isabelle bei allem Respekt ein paar Hundertstel über 60m flach zum Aufstieg ins Semifinale der Top 18, den sie um 10 Plätze verpasste. Im Klartext: Drei vom Viermäderlhaus sind ausgeschieden und zurück bleibt die Hoffnung, dass die Hürdensprinterin Karin Strametz diess Vorlaufhindernis meistert. Auch das ist Realität und keine Fiktion.
Warum, bitte schön, so frage ich mich als jahrelanger Begleiter und jetzt aus der Laptop-Distanz unwillkürlich, spezialisiert sich eine Mehrkämpferin mit der Hausnummer Götzis und tollen Perspektiven plötzlich auf den Sprint, wo ich im wahrsten Sinn des Wortes schwarz sehe für Posch, dass sie dort irgendwann bei WM oder Olympia einen Vorlauf überleben könte? Balkanmeistersxchaften oder andere Kleinmeetingserfolge sind halt kein echter Leistungsnachweis, wie ihn seinerzeit schon vor 50 und mehr Jahren eine Prokop, Gusenbauer, Janko, Käfer und dann die vertdammten Kiesl und Graf geliefert haben gegen auch nicht gerade schwache Konkurrenz aus DDR, Deutschland etc. Und wenn ich mich recht enhtsinne, stammt Hürdensprint-Jungtwen Enzo Diessl, der sich statt auf eine Mickey-Mouse-Hallen-WM lieber auf die Freiluft-EM im Sommer fokussiert, nicht direkt aus Leibnitz, sondern kam mit den Eltern (deutscher Vater) aus Argentinien. Aber in der Steiermark (Leibnitz, Graz) wurde bisher viel aus seinem angeborenen Talent herausgeholt, Das sei dazu gesagt.
Talent ist eine Sache, was man daraus mnacht und entwickelt, eine andere. Wie beim Tennis-Starlet Lilli Tagger, für die die regierende Linz-Siegerin Alexandrova (Nr. 11) nach einem anfänglich auf eine weitere Überraschung hindeutendes Break gegen die Russin eine Nummer zu stark und darum Schluss mit lustig und das Aus mit 3:6, 3:6 fix war. Wichtig scheint mir, dass die 1,85m große,für diese Damen-Dimension eher aufschlagschwache Lilli aber in ihrer Lernwilligkeit erkennt, dass man aus dem ersten Serve-Return der Gegnerin mehr machen muss. Auch punkto Mobilität und Antizipation scheint mir ebenso Nach- und Aufholbedarf zu sein – im Gegensatz zur mentalen Stärke, die ihr schon etliche Siege gebracht hat. Vorderhand aber regiert allerorten noch Hättiwaritäti. Mit Ausnahme des blutjungen Olympiasiegers Stephan Embacher, der heute beim Skifliegen in Vikersund auch dem Überdrüberspringer Prevc die Flügel stutzen konnte als proven product in einem, verzeihen Sie mir als Ski- und Schanzenfan, sogenannten Nischensport…
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