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Wenn Pausenfüller und Nullinfo-Sensationen immer mehr im Sport regieren

Da ein Teil des Sports derzeit ja noch immer oder schon wieder Sommerpause macht, gehen nicht nur, aber vor allem in den Online-Portalen die Pausenfüller aller Formen und Arten um. Manchmal schleicht sich da auch ein klitzekleines bisschen eine Werbung ein, etwa dann, wenn die drei auf die Schokoladenseite gefallenen Ski-Grazien Michi K., Anna G. und Anna V. nach einer Geschmacksprobe in höchsten Tönen vom Milka-Mut schwärmen, so viel Neues auf einmal zu probieren. Samt passenden Fotos einfach nur süß, nicht wahr. Und weil wir schon mitten in der Sahara-Hitze so dahinschmelzen wie Schokolade, sei noch ein Ski-Thema angesprochen, der fast tägliche Hirscher, um den niemand herumkommt.

Soweit mir bekannt, steht Stefan Brennsteiner bei einer OÖ-Skifirma unter Vertrag, was ihn aber offenbar nicht daran gehindert hat, sich in einer wahren „Liebeserklärung“ dem neuen Van-Deer-Ski-Team anzubiedern bis anzubieten – immer vorausgesetzt, er ist in zwei Jahren noch gefragt! Preisfrage wird´s ja mit dem Bullendosen-Hintergrund kaum sein, weil ja in Zeiten wie diesen die einen nicht mehr wissen, wie sie die steigenden Alltagskosten bezahlen, bei anderen aber das Geld quasi abgeschafft zu sein scheint.

Wie etwa beim „Heiland“ Erling Braut Haaland, der bei seinem Multimillionen-Wechsel vom Ruhrpott zu den Citizens in Manchester zwei Luxuskarossen im Werte von knapp 300.000 Euro hinterlassen oder deshalb (auf) sie vergessen hat, weil auf der Insel schon Rolls Royce-Schlitten, Bentleys oder Aston Martins auf ihn warten, wer weiß? Und wenn auch „Pride Month“ ausgedient hat, so musste noch schnell das Verbalduell zwischen dem siebenfachen Weltmeister Hamilton und dem dreimaligen Exweltmeister Nelson Piquet abgearbeitet werden, in dem es um das „N….“-Wort ging, das ganz verschämt mit Pünktchen verschleiert wird.

Da ich mich an diesen Vorfall auf die Schnelle nicht erinnern konnte, so wurde mir ausgeholfen – dieser Tage wird im Vorfeld des Silverstone-GP´s 2022 dieses N….-Wort aus der Versenkung geholt, mit dem Piquet seinen Nach-Nachfolger rassistisch beleidigt haben soll. Wie, was, wann? Ja, was vor einem Jahr passiert ein soll, wird jetzt quasi an den Haaren herbeigezogen, weil die Saison bisher für den britischen Mercedes-Champion unter keinen guten Stern steht, er also eine Baisse erlebt, während Diversity, Inclusion, Gender-Balance, Transgender und Co. eine ungeahnte Hochkonjunktur zelebrieren, die bis zu den U-Bahn-Bildschirmen reicht: Diversity am Zug!

Gottseidank gibt´s auch noch Meldungen im und über Sport, nicht nur in Wimbledon und bald in der Tour de France (abseits von möglichen Doping-Eklats oder Clorona-Cluster), in der Formel 1 oder in der Leichtathletik (Diamond League), wo die Frauen-Sprintstaffel in Stockholm zwar einen Ö-Rekord fixiert hat, von dem ich aber nicht weiß, ob er mit dieser Zeit für eine WM-Qualifikation reicht. Nicht nur, aber auch dank des nach vier Jahren reaktivierten NBA-Riesen Jakob Pöltl (14 Punkte, 11 Rebounds) hingegen steht das Basketballteam durch den klaren Sieg gegen Irland (92:66) vor dem Gruppensieg und hat den Aufstieg in die nächste EM-Quali-Phase, die in Zypern steigt, schon im Sack.

Und zum Auftakt des PGA-John-Deere-Millionen-Turnieres in den USA schaffte es Golfprofi Matthias Schwab am ersten Tag mit 4 unter Par unter die Top 10. Ja, es gibt immer noch auch durchaus Positives im (Welt)-Sport. Und nicht nur Schleichwerbung und Sensations-Nullinfo-Storys ohne irgendeinen Leistungsbezug, die ganz ungeniert via Medien verkauft werden.

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