Es ist Zeit, ein Resumee der beiden Europameisterschaften in Leichtathletik und Schwimmen zu ziehen, wobei es stets eine Frage der Perspektive ist, welche Schlüsse man daraus zieht. Was Laufbahnen, Sprunggrube und Marathon betrifft, so gibt aus heimischer Sicht das Quartett Diessl, Kingley, Mayer durchaus Anlass zu Hoffnungen. Und was die Schwimmzukunft betrifft, so sei daran erinnert, dass der 18jährige Christian Giefing über 200m Kraul unter den Jahrgängen 2008 die Nummer 1 ist – und auch über 400m Kraul als Vierter ganz vorn dabei. Mit dem vier Jahre älteren Ex-Juniorenweltmeister und aktuellen Bronzemedaillengewinner kikm Brustschwimmen, Luka Mladenovic, besitzen wir zwei Asse , die spätestens bei Olympia in Los Angeles 2028 aus dem Ärmel gezogen werden sollen.
Zukunftsmusik, die schon jetzt schalmeiend in useren Ohren klingt. Was aber die aktuelle Gegenwart in beide olympischen Grundsportarten anbelangt, so will ich ein ganz anderes Phänomen beleuchten, das man getrost im positiven Sinne als Schwarzweiß-Malerei bezeichen kann als Folge einer der Globalisierung wie der diversen Kriege geschuldeten der Zuwanderugspolitik. Ob Briten, ob Franzosen, auch Portugiese und peropher auch die Spanier, profitieren sportlich auch heute noch von ihren Rollen als ehemalige Kolonialmächte, die ganze Kotinente oder die halbe Welt beherrschten. Jntzt regieren sie mehr als nur partiell in Sportarenen.
Und wo wären, trotz des weißen Aufputzes mit Moser (Stabhoch 1.), Ehammer (Weit, 2.) und Kälin (Siebenkampf, 4.) die Neidgeosse ohne ihre farbigen Größen wie Audrey Werro (800m, 1.), Joseph (110m Hürden, 1.), Lobalu (2., 10.000m), die Sprinter: Innen wie der Kambundji-Sister-Act oder Mumenthaler? Und wer hat, abgesehen vom Speerwerfer Weber nd ei paar aderem die Deutschen herausgerissen? Die Farbigen, obwohl Mihambo leer ausgega gen war! Sie tagte es nicht nur im Sprint, Dopingtest-Verweigerer Ansah inklusive, sodern auch Wurf….

Soweit wie die Leichtatletik ist ma im Schwimmen auch deshalb nicht, weil speziell in ehemaligen Kolonialländern die Tore für Schwarze erst spät geöffnet worden waren und es deshalb auch länger dauert, bis diese Defizite vor allem in der Breite wetthemacht sind. Längst aber ist das Vorurteil widerlegt, dass schwarze Athleten nie Oberwasser bekommen könnten, weil ihre Knochen zu schwer oder die Hautschicht zu dünn wäre. Wer fixierte die ersten zwei von drei Weltrekorden in Paris? Rücke-Star Sara Curtis, farbige Tochter eines Italieners mit einer Afrikanerin. Wer war ihre erste Verfolgerin? Die schwarze Französin Moluh!
Gib ihnen die gleichen Chancen, dann werden sich farbige Mischlinge oder schwarze Schwimmer: Innen immer mehr und öfter in Medaillenkämpfe mischen. In breiter Front ud nicht nur als Trendsetter wie einst Enith Brigitha aus Holland ki de u70er-Jahren, später die Olympioniken und Medaillengewinner Anthony Nesti (Surinam), Anthony Ervin oder Simone Manuel (USA). Noch sind die weißen Schwimmer: Innen mehrheitlich vorn, werden aber aufpassen müssen, dass sie in einer schnelllebigen Zeit wie dieser bei der Aufholjagd ehemaliger Entwicklungsländer nicht passiert werden. Wie mehrheitlich in der Leichtathletik, die gemessen am Leistungsstandard sowieso ein Eckhaus vorm Schwimmen liegt…