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Spioniert der ÖFB vor Ort, wenn WM-Gegner Algerien im Afrika-Cup gegen Kongo spielt?

Es gäbe sicher viel Schöneres zur Post-Neujahrszeit, als für Chemo-Therapie  am Tropf im Spital zu hängen. Doch  wie heißt´s so schön? Was mich nicht umbringt,  macht mich zumindest mental noch stärker. Und hindert mich auch nicht vom Zimmer 607 in Gumpendorf aus meine Blogs und Notizen zu schreiben, sprich: als treuer Diener, sprich Wegbegleiter vieler Sportarten über Jahrzehnte hinweg, meinen Senf zu Fußball,  Ski, Formel 1, LA, Schwimmen, Reiten, Tennis, Tischtennis, Basketball, Handball, Volleyball, Golf  etc. dazuzugeben. Schließlich hab icb vieles davon selbst betrieben, sogar bei Jugendmeisterschaften mein Lehrgeld bezahlt -Ping-Pong gegen einen gewissen Engel, der mir Jahrzehnte später als Geschaftsführer des Austria-Salzburg-Präsidenten  Rudi Quehenberger in einem Wiener Innenstadtlokal über den Weg lief.

Anders als in  England, wo es so gut wie keine Weihnachts-, Silvester- und Neujahrs- bis Dreikönigspausen gibt, sondern wahrlich englische Fußballwochen, hat etwa Meister Sturm Graz im neuen Jahr mit neuen Betreuern den Countdown bis zu den Pflichtspielen eingeläutet, Rapid mit dem Dänen Thorup als neuen Trainer-Wunderwuzzi ist erst nach dem Dreikönigstag dran. Einem abendländischen Feiertag, der allerdings beim Afrika-Cup im moslemischen Marokko eher bedetungslos ist. Umso mehr Bedeutung, das hab ich mir insgeheim gedacht, müsste dieser Termin für unseren Teamchef Ralf Rangnick haben, denn zu den heiligen drei Königen trifft der rotweißrote WM-Gegner Algerien im Achtelfinale auf die uns als Team eher unbekannte Größe der DR Kongo – ust jene Algerier, die trotz der mehr aks 40 Jahre, die zurückliegen, ganz sicher  nicht vergessen haben, wie wir bei der WM 1982 mit den Deutschen gemeinsame Gijon-Sache auf ihre Kosten gemacht hatten.

Da ja der ÖFB sonst selten bis nie müde wird, sich in Eigen-PR selbst zu beweihräuchern, habe ich von offizieller Seite in der ferialen Winterszeit nichts gehört und gelesen, wer eventuell zu Dreikönig den Algeriern auf die Füße schauen würde, um sich ein Bild zu machen, wie die zum  Großteil aus Legionären (wie bei uns) bestehende nordafrikanische Mnnschaft in einem K.o.-Bewerbsspiel agiert oder reagiert. In einem der vielen Online-Suchkanälen oder sozialen Medien las ich die Meldung, dass Sportdirektor Schöttel vor Ort sein würde, irgendeine Bestätigung aber gab´s zumindest keine von ÖFB-Seite, der ja auch einiges an Geld in die Hand nimmt, um IT-Spezialisten dafür zu entlohnen, dass sie statistisch alle Zahlen und Daten auswerten und anlysieren, um sie dann der sportlichen Führung unter R. R. zukommen zu lassen.

Dass der Teamchef himself nicht nach in die königliche Hauptstadt Rabat fliegt, um sich einen doch sinn- und wertvollen Einblick in den marokkanischen Nachbarn Algerien zu verschaffen, ist übrigens verständlich, weil sich Rangnick im Jänner, wie mir ein Insider wie „Peli“ verraten hat, noch einal einer Sprunggelenk-OP unterziehen muss. Da ist klar und einsichtlich dass die Operation Afrika-Cup flach fällt.

Aber für meine Begriffe und sicher derer vieler Erfolgstrainer sind eine oder mehrere statistisch bestens geschulter Personen bei allen elektronischen und digitalen Fortschritten halt doch keine Trainer, die sich ihrer Erfahrungen wegen lieber auf ihr Augenmaß verlassen und dem Ke(ö)nnerblick vertrauen, der sieht, wo die Stärken und cvor allem Schwachpunkte eines – wie übrigens alle nordafrikanischen Teams – beinharten Gegnern zun  finden sind, um ihn auszuhebeln. Oder glauben R. R. und seine Jünger, voran Arnie, der von ihm forcierte Rekordler als Kapitän und Torjäger allen Ernstes, dass ihre Nationalmannschaft trotz der Ach- und Krach-Direkt-WM-Qualifikation aus einer der objekrtiv schwächsten Gruppen (San Marino, Zypern, Bosnien, Rumänien als Schatten früherer Teams) die beste  aller Zeiten ist? Ganz abgesehen, dass Vergleiche über Generationen höchstens subjektiven Wert haben, steckt daran schon eine ziemliche Anmaßung gegenüber die WM-Dritten 1954, die immerhin den vonm Ungarn entthronten Doppelweltmeister Uruguay mit damaligen Weltstars im Spiel um Platz drei 3:1 besiegt hat. Und natürlich auch gegenber den Argentinien 78-Helden, die sich nach Siegen gegen Spanien und Schweden für das in einem einmaligen Modus gespielte Viertelfinale qualifiziert hatten, ehe Krankl und Co  zum Abschied die Cordoba-Sternstunde schlug.

Das sei nur am Rande erwähnt, weil sich an diese – zu ihrer Zeit – tollen Highlights weit mehr Fans begeistert erinnern als an ein 10:0 gegen die Studenten von San Marino, bei dem ich mich dessen entsinne, dass die späteren Bronze-54er zum Einschießen anno dazumal ein 11:0 gegen Vorarlberg und dann ein 15:1 gegen Tirol am Tivoli feierten mit dem legendären Eigentor, das der legendäre Happel dem legendären Zeman mit den Begleitworten schoss: „Was bist: Da Panther von Glasgow oder da Tiger von Budapest? Na, des Oarschloch von Hütteldorf!“ Jener Ernst Happel, der mit seinen 17 eroberten Titeln nicht jur zu den skurrillsten, sondern besten Trainern aller Zeiten mutierte. Und vom legendären Dugout,so  man in den Benelu-Staaten sagt, also den mitunter tiefer sitzenden Trainerbänken, mehr sah und befand als die besten Stastistiker… 

 

    

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