Da wir hierzulande mit eingeschränkter Perspektive ja schon mit der Fußball-WM und dem Arnautovic-Serbien-Double beschäftigt sind, gehen diverse FIS-Ski-Intrigen und vor allem die allerersten „Dopigspiele“ (Enhanced Games) in der Las-Vegas-Spielhölle an uns mehr oder weniger vorbei. Unter dem Titel Americans first gilt das noch in der ersten Trump-Präsidentschaft abgesegnete Antidoping-Gesetz mit Haftstrafen bus zu 10 Jahren offenbar nicht für US-Amerikaner wenn sie nicht durch ausländische, gedopte Gegner geschädigt wurden. Obschon jede Menge an Auslandstars vom 21. bis 24. Mai in Las-Vegas gegen US-Amerikaner im Schwimmen, in der Leichtathletik und im Gewichtheben starten, wurde der provozierende Event, unter anderem finanziert von Milliardär Thiel, Freund und Business-Partner des jungen Altkanzlers Kurz, keineswegs verboten, sondern eingeschränkt erlaubt – Doping gestattet, wenn medizinisch begeitet. Interessant.

So interessant wie die vielen Olympiasieger, Welt- und Europameister, die auf den Startzetteln stehen, vom suspendierten 100m-Sprintweltmeister Kerley, den Schwimmolympioniken Armstrong und Proud bis bis zum deutschen Brustschwimmer Kusch. Sie wollen alle zeigen, dass Doping unter ärztlicher Aufsicht zumindest so gesund ist wie Training über der Schmerzgrenze, aber die große Chance bietet, Rekorde noch weiter nach unten oder oben zu schrauben. Und wer empört sich, dass dabei sozusagen eine heilige Sport-Kuh geschlachtet wird? Wo, bitte vielmals, sind sie abgeblieben, die sonst so lautstarken Dopingjäger, wenn ds sich um ein amerikanisches Geschäftsmodell und kein systematisches Russen-Doping handelt? Hat´s den Saubermachern die Red´verschlagen, oder was? Selbst aus dem sonst so kritischem deutschen Sportsprachraum mit dem Mayer- und Österreich-Jäger Hajo Seppelt und der eigenen ARD-Anti-Dopingredaktion hab´ ich so gut wie nichts gehört. Bin aber gespannt, ob und wann die Leistungen in der Spielhöllen-Metropole, die kurzfristig zum Sportler: Innen-Paradies mutiert, auch gemeldet werden. Und ob der eine oder andere gar verhaftet wird, weil er ja gegen ein Gesetz verstößt? Ich bin schon neugierig, was die amerikanischen Medien in ihrer bekannten Heuchelei darüber schreiben, senden, diskutieren. Aber eenn’s um Geid geeht in Amerika, dann herrschen offenbar goldene Regeln und nicht Paragraphen…
Viele der jahrelang Gesperrten jedenfalls werden sich örgern, dass es in ihrer Zeit noch keine Enhanced Games gab, bei denen sie sich das durch die Suspebndierung verlorene Geld zurückholen könnten,. Die ersten Dopingspiele mit nicht ab absehbaren Konsequenzen sind mit 25 Millionen Dollar an Preisgeld noch höher dotiert als die aktuell hchstdotierten Golf-Turniere, darunter das heute beginnende zweite Major des Jshres, die PGA-Chamöpionships. Alles lässt sich unter Shakespeare-Dramen so titeln: Wie es Euch gefällt oder: Was Ihr wollt. Oder aber edin Kasperltheater, das auch die WADA unter Konsorten der Lächerlichkeit preisgibt….