Es gibt Dinge, die sollte es nicht geben, gibt es aber. Wie etwa Terminplanungen, besser gesagt: Terminkollisionen. Wie in diesem Sommer, in dem sich die Europameisterschaften der beiden wichtigsten olympischen Grundsportarten nicht niur überschneiden, sondern gegenseitig die Fernseh-Sendezeiten wegnehmen zwischen 10. ud 16. August. Und dann kämpfen beide natürlich auch noch, weil die Weltspitze gerade in Nordamerika und speziell in den USA im Countdown zum Gand Slam in New York weilt, gegen die um vieles lukrativeren Sportarten Golf und Tennis, das immer wieder für Schlagzeilen sorgt. Mit Rekorden anderer Art, die nicht in Metern umd Sekunden gemessen werden, sondern in Jahren. Und da dürfen wir, wenn auch nur peripher, sogar mitmischen.
Jawohl wir, die eine Lilli Tagger haben, die im 19. Lebensjahr steht, und uuletzt in Prag die zweifache Grand-Slam-Siegerin Krejcikova schlug, ehe sie im Finale ihr erstes WTA 250er-Turnier gewann. Und nicht zu vergessen, dass in den Tennis-Annalen auch Linz auftaucht, wo vor 10 Jahren die danals 16jährige Coco Gauff als damals jüngste Turniersiegerin aller Zeiten gewonnen hat. Den Reichels sei darob gedankt, dass sie es schaffem ikmmer wieder eien oder mehrere Topstars zu holen.
Aber dieses Blättern in Geschichte ist seit dem vergangenen Wochenende schon wieder Geschichte, weil es eine noch etwas jüngere Memphis-Turniersiegerin gibt, die wie aus dem Nichts kam, um als völlig Unbekannte von einem Rang jenseits 200 auf Plalt 125 zu springen. Der Teenager, der sich mit seinem Sensationssieg in Memphis von Nirgendwo ins Rampenlicht katapultiert hat, ist nur der jüngste Spross einer neuen Generation, die für Blutauffrischung in einer Szene sorgt, die seit Jahren von austauschbaren Größen, darunter auch Müttern, beherrscht wurde.
Kristina Ljutova, so heißt die junge Dame aus Russland, die es sich zum Ziel gesetzt hat, demnächst die Top 100 zu knacken und die Beletage im Tennis als Jungstern der Gegenwart und Fixstern der Zukunft zu ärgern. Ganz schön frech bei ihrer Kampfansage an die aktuell erfolgsreichsten Teenager a la Andreeva (19, French Open-Siegerin), Noskova (21, Wimbledon-Siegerin), Mboko (20, Masters-Siegerin) und natürlich auch eine Lilli Tagger, die gerade dabei ist, ihren Größenvorteil mit 1,85m vom Aufschlag her mehr als bisher auszunützen.

Und angsichts der jungen, frischen Gesichter ist´s an der Zeit, mit den endlosen Verbeugungen, verbunden mit hohem Startgeld, vor den (ehemals buchstäblichen) Power Women, sprich: dem mehr als überwuzzelten Williams-Sister-Act, endlich aufzuhören. Die Serien-Grand-Slam-Siegerinnen von (vor) gestern sind nur noch Schauobjekte, deren sportlicher Wert sich immer mehr der Doppelnull nähert. Serena und Venus haben seit ihren Comebacks mit 44 und 46 Jahre kein einziges Match gewonnen, weder im Single noch im Doppel. Sie sind nichts anderes als Flops, die im aktuellen Tennis den jungen Semestern mit blockierenden Wildcards nur im Weg stehen. Das ist Realität und kein Rassísmus, den beide nach Vorbild von Papa Richard stets auspacken, wenn irgendeine Rechtvertigung vonnöten ist.