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Vom Bösewicht, der eine gefährliche Bergab-Entwicklung im Skisport anspricht

Heute fuhr die 25mal operierte Olympiasieger-Tochter Nina Ortlieb die schnellste Zeit im Val di Fassa-Abschlusstraining, das war schon  einmal ein  Ausrufezeiecnhen, aber warten wir trotzdem einmal ab, wie morgen das erste Abfahrtsrennen im Trentino ausgeht, denn Training und Rennen sind immer noch zwei verschiedene Schuhe. Aber wenn sie mich fragen, dann sollten die Chancen gut stehen, denn die unbeugsame Nina ist das, was  man ein Renntier nennt, das immer wieder aufsteht, bis es hoffentlich endich so weit ist mit einem großen  Sieg und vielleicht  noch einem Titel, vom denen sie als einstiger Juniorenstar einige eingeheimst hat. Sie beginnt nichtsdestotrotz die Vorschusslorbeeren immer dann einzulösen, wenn sie nicht gerade Gips oder Krücken trägt, nicht zuletzt seit WM -Silber in Courchevel.

Wo aber,  sieht man vom Spezialspringer Embacher  und der Nordischen  Kombination ab, bleiben die anderen Jungen  ab, die bei Nachwuchsbewerben und sekundären FIS-Rennen  nicht immer, aber immer wieder auftrumpfen? Jüngst haben wir bei der N ordischen WM im Langlaufen durch Fräulein (darf man das noch sagen?) Bucher (Bild)  sowohl Sprint- als auch 10km-Gold geholt, dazu noch zwei Medaillen durch Fräulein Ganner im Biathlon, wo mit Ausnahme von WM-Titel und Weltcupsiegen für die nicht mehr ganz so zielsichere Lisa Theresa Hauser aus Reith bei Kitzbühel eher tote Hose herrscht, während ein 42jähriger namens Simon Eder meist allein die Stellung hält – wer immer da als verantwortlicher Trainer tätig und schuldig war, dass es so grottenschlecht läuft, wie es nicht laufen sollte. Warum schaffen so viele wie zuletzt die kränkelnde Gandler-Tochter Anna nicht den Übergang vom Talent zum Erolgssportler in der Allgemeinen Klasse. Und warum hört einer wie Felix Leitner, einer der Juniorenweltmeister, Mitte der 20 auf? Wo ist der Wurm drin und lässt sich nicht herausziehen?

Und das gilt natürlich auch uneingeschränkt für die Alpinen, die schon bei Junioren-WM´s und anderen Nachwuchsbewerben (Youth Olympics, EYOF)  kaum mehr eine Rolle spielen, die sie eimal gespielt haben mit fulminanten Resultaten.Was ist geworden aus den hochgejubelten Hörhagers, Zwischenbruggers, Grebers, Oliviers, Rings-Wanners, Bürglers (heute Siegerin einer mittelmäßig besetzten Abfahrt am Pass Thurn)? Anstatt sie im Weltcup abzuhärten, krebsen sie  im Europacup herum, der beileibe aus welchen Gründen immer nicht mehr das Format und das Niveau von einst hat, also alles andere denn eine Konkurrenz ist, in der Rohdiamanten geschliffen werden. Einige Ausländer nützen diesen Bewerb und Umweg nur dazu, um Startplätze im tollen Swiss-Team zu bekommen. Wär´s anders, würden wir nicht unerfüllte Hoffnungen wie eine Nadine Fest oder einen Otl Striedinger seit Jahren als unnötigen Ballast mitschleppen statt die junge Garde so zu forcieren wie das Länder mit wenigen Ausnahmetalenten machen. Aber wahrscheinlich wird man im ÖSV zum Bösewicht, wenn man solche Dinge anspricht.  Ich hab´ eher die Befürchtung, dass es ein böses Erwachen gibt, wenn man nicht jetzt die Reißleine zieht statt Schalmeientöne mit Durchhalteparolen anzuschlagen…. 

 

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