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Von Aicher über Vonn bis Goggia – was haben Nasenringe mit einem Siegespodium zu tun?

Ist die Skiwelt der Damen wieder in Ordnung, weil Lindsey Vonn, mit zarten 41 älteste Siegerin der Weltcupgeschichte, heute von der pummeligen schwedischen Deutschen Emma Aicher, 22, die ihre Tochter sein könnte, quasi entthront wurde? Jein, so erlaube ich mir zu behaupten, auch wenn diesmal – Diktat der Natur –  die Jugend das mehrfach zurückgedrehte Alter wenn auch nur um 24 Hundertstel auf den zweiten Platz und mit Sofia Goggia eine andere Olympiasiegerin aus Italien um 0,29 auf Platz dreri verwiesen hat. Warum mich hier gewisse Zweifel beschleichen? Erraten, weil eins, zwei, drei allesamt aus dem RedBull-Stall kommen – von Aicher über Vonn bis Goggia. Aber nicht nur das, was ja dem Speed-Kräfteverhältnis keineswegs widerspricht, machte mich stutzig, vielmehr die Tatsache, dass jede aus dem Podiumtrio beim näheren Hinschauen so  etwas wie einen Nasenring trug, der offenbar kein  Schmuckstück war, sondern vielmehr dazu dient, besser atmen, sprich: den Körper mit dem nötigen oder mehr Sauerstoff zu versorgen.

Wieder so etwas wie ein Geniestreich des Dosen-Imperiums oder seines einstigen Frontrunners Aksel Lund Svindal, der ja Frau Vonn nach deren Angaben erst so richtig die Augen geöffnet habe,  was Training und Co betrifft? Nasenpflaster out,  Nasenring in; aber wieso? Und warum sind andere nicht auf die Idee gekommen, dieses doch simpel scheinende Mittel zumindest zu testen, wenn nicht im Ernstfall  als Ass aus dem Ärmel zu ziehen? Sind die Traditionalisten zu sehr von herkömmlichen Methoden beeinflusst und instinktiv gelenkt, wer weiß?

Wenn sich das alles im bulligen Sinne so weiter entwickelt, bei den Damen mit eienr ganzen Armada wie bei den Herren mit dem nicht immer, aber immer wieder siegreichen Oberbullen Marco Odermatt, dann kündigt sich eine Zweiklassengesellschaft auch im alpinen Skirennsport mit einem Sponsor an, der nicht nur Rennläufer: Innen finanziert, sondern auch Geld in die Forschung investiert, wie man da und dort noch Sekundenbruchteile herauskitzelt. Kurzum, das möglicherweise (Pepsi Cola mit Sting Energy) aus der Grand-Prix-Siegeszone gedrängte Dosen-Imperium hat ja inzwischen über den Motorsport hinaus eine ganze Reihe an neuen „Spielfeldern“ entdeckt, in denen um weniger Geld nioch mehr gewonnean werden kann.

Und dazu gehören wie das etablierte und zusätzlich gesponserte Bora-Radsportteam ebenso wie die Topleute aus dem Skizirkus, welcher Art immer. Jetzt frage ich mich nur, ob, wenn und wann die Dosen-Gegner die Energie aufbringen, auf offensichtliche Vor- bzw. Nachteile zu reagieren? Zumindest nach dem St. Moritz-Triple wär´s Zeit, die Nase in diese schmucken Ringe zu stecken …

 

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