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Von ÖSV-Capos bis Bullen-Toreros regiert selbstgefällige Schönfärberei

Egal, wohin man schaut. Egal, um welchen (nicht nur  Sport-) Bereich es sich handelt, wir Ösis und Zugereiste sind da mittlerweile in selbstgefälliger Schönfärberei, die Tatsachen verdreht, absolute Frontrunner. Wer dem scheidenden Ski-Damenchef zuhört, der könnte vermeinen, wir hätten gerade eine neue Generation an Golden Girls hinter oder vor uns, so stolzgeschwellt scheint der Mann,was ja, wenn man ins Detail geht, wahrlich nicht der Fall war und ist. Und bei allem Respekt vor dem Kärntner Herren-Skichef hat mich gewundert bis verblüfft, dass statt für frischen Wind mit neuen Namen zu sorgen im gewohnten Trott weitergewurstelt wird. Motto: Es klopft uns sowieso keiner auf die Finger…..

Oder aber wird mit Samtpfoten und lebender  Erinnerung an Taten in der zweiten deutschen Liga der keine zwei   Monate im Amt befindliche Sportchef der zu Lämmern mutierten Salzburg-Bullen so sanft interviewt, als wäre die Bergabspirale halt nur ein blöd verlaufendes Intermezzo. Ja, angesichts dessen, dass die Servus-Experten Fjörtoft und Freund vor etwa zweieinhalb Jahren euphorisch den unauhaltsamen Aufstieg der kraftstrotzenden Bullen vorhersagten, hätte man beim neuen Mann als glücklosen Sportchef, der tatsächlich Mann heisst, in den frischen Wunden rühren und nicht nur einmal die Frage stellen müssen: Werter Geschäftsführer was hat die Zentrale in Leipzig mit Salzburg vor? Hat, was ich mir zu schreiben erlaube, der Mohr im wahrsten Sinn des Wortes seine Schuldigkeit getan, jetzt haben wir kein Interesse mehr, auch der Austro-Markt ist ja nicht gerade dosenfüllend, nicht wahr.

Vor allem aus teutonischer Perspektive, die dort regiert, auch wenn in Anwandlung von Jungtrainer- oder Billigsdorfer-Wahnwitz der Chef des Zweitliga-Mittelständlers Liefering über Nacht zum großen Bullen-Zampano befördert wurde. Nach bombastischem Einstand (5:1 gegen LASK) folgten torlose Niederlagen im Dreivierteltakt. Nicht deshalb, weil ich ihn als Freund seit 45 Jahren kenne und schätze, sollte für das bullige (Billig) Regime der wirtschaftliche Geschäftsführer keines Dosen-, aber Pharmakonzerns, Fernando Carro del Prada, spanischer Deutscher oder kastilianisch-katalanischer Kosmopolit, ein Vorbild oder gar Ratgeber sein. Leverkusen hat den Erfölgstrainer verloren und mit Gewinn in zwei, drei Jahren seine Topstars wie Havertz oder Wirtz und Konsorten a la Frimpong  um Unsummen verkauft, hat aber dennoch zuletzt den zwar dezimierten, aber alle überragenden Bayern ein 1:1 abgetrotzt und mischt auch immer noch um die Champions League-Plätze mit.

Was die Salzburger mit den allzu billigen, meist über RB Leipzig abgewickelten (für österreichische Begriffe hohen) Transfersummen gemacht haben, weiss ich nicht. Wenn sie in Spieler geflossen sind, die jetzt die Talfahrt beschleunigen, war es eine teure Fehlinvestition. Auch darauf hätte man den (Marcus) Mann, der da den starken Mann hätte hervorkehren können, im Zwiegespräch festnageln sollen. Aber wie die Dinge liegen, wird sich demnächst nach zu erwartenden weiteren Dämpfern für den Ex-Serienmeister wieder eine Gelegenheit ergeben, die man beim Schopf packen muss. Aber diesmal ohne dem „Gegner“ die Chance zur selbstgefälligen, Misserfolge runterspielenden Schönfärberei zu geben. Die Toreros der Bullen müssen endlich Farbe bekennen…

 

 

 

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