Den Anwälten der internationalen Mittelmäßigkeit ist meineWenigkeit, die findet, dass auch Österreicher: Innen das Zeug dazu haben, Weltklasse zu werden und zu sein, wenn sie ihr Potenzial ausschöpfen, natürlich ein Dorn im Auge. Immer vorausgesetzt, sie oder er sind auch bereit, den oft beschwerlichen Weg zu einem Ziel zu gehen, das sich zumindest sportlich irgendwann und irgendwie lohnt. Wenn ich daran denke, wie viel Wasser um heimische Sportler: Innen gemacht wird, bei denen halbwegs brauchbare Ergebnisse schon wie Endstationen Sehnsucht medial verkauft werden, dann müssten eigentlich jene, die diesen kleinkarierten Rahmen mit Topleistungen sprengen, lauthals dagegen opponieren und protestieren, dass da mit falschen Ellen gemessen wird. Vom Fußball über bis zur Leichtathletik.
Was ist schon ein Glückssieg der Salzburger Bullen beim schwedischen Dorfklubmeister? In Relation zum Input ein eher schwacher Output! Da lobe ich mir das 2:2 der Rapidler bei Hearts of Midlothia schon mehr! Und im Schwimmen könnten wir immerhin mit einem Duo (Mladenovic, Giefing) aufwarten, das sicher gefragt wäre, würde es nach EM und PanPacific-Games solche Meetings wie die Diamond League bei der Leichtathletik geben – wie heute Atletissima in Lausanne, wo ich abgesehen von Sprintstaffel und 100m-B-Lauf der Damen als Füllmaterial keine Österreicher: Innen auf Startlisten entdeckt habe, weder Diessl noch Kingley.
Gemessen am Historischen, was er icht nur heuer schon geleistet hat, spielt der beste und erfolgreichste Radprofi, den wir je hatten, im Vergleich zu hochgelobten Zweit- und Mittelklasslern eine eher bescheidene Rolle, es sei denn, man erinnert sich seiner, wenn nach eimer längeren Atempause und Burgos-Tour-Sieg der Startschuss zum dritten Rundfahrtklassiker erfolgt, der Vuelta a Espana? Wann bitte, die Herren Wechselberger, Zadrobilek, Totschnig, Luttenberger und Konrad mögen´s mir verzeihen, wurde ein Österreicher, in diesem Falle ein Osttiroler, jemals als einer der gr0ßen, wenn nicht größte Herausforderer des neuen Kannibalen, des viermaligen Tour-Siegers und Weltmeisters Pogacar, gehandelt? Noch ehe der erste Vuelta-Kilometer gefahren wurde, so etwas wie ein Ritterschlag durch anerkannte Radsport-Experten, die nicht .- wie sonst Üblich. – die Dopingkeule auspacken…
Um zum Anfang zurückzukehren, sei erwähnt, dass Felix Gall, inzwischen 28, seinerzeit als Juniorenweltmeister schon Vorschusslorbeeren kassiert hatte, die er nach langen Jahren härtester Vorbereitung (meist im Ausland bei Auslandteams!) und mit dem legendären Sieg in der Tour de France-Königsetappe (2023) erstmals eingelöst ud mit weitere Top-Ten-Resutaten bis zum fabelhaften, historischen zweiten Platz im Giro d´Italia bestätigt hat, Mit diesem hat Felix Gall den dritten Platz von Dolfi Christian in den 50er-Jahren in der Tour-de-France übertrumpft. Leistungen, die international für mehr Schlagzeilen sorgen als oft übertrieben aufgeblasenes, hausgemachtes Mittelmaß. Das muss einmal gesagt sein.
