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Von präpotenter Selbstgefälligkeit da und selbstverschuldeten Ski-Blamagen dort

Zu sagen, ich wäre nur irritiert ob manch Aussagen österreichischer Trainer bei Olympia, das wäre schlichtweg eine Untertreibung. Wenn sie mich fragen, der in 19 Olympischen Spielen und Dutzenden an Weltmeisterschaften viele Höhen und Tiefen unseres Winter-  wie Sommersports erlebt hat, so bin ich sogar darüber empört, mit welch Selbstgefälligkeit, um nicht zu sagen Chuzpe, manch Chefitäten sich siegesbewusst an die Brust klopfen „Wir können“, so behauptet etwa der ohnehin umstrittene Skidamen-Cheftrainer Roland Assinger erhobenen Hauptes heimfahren!“

Natürlich mit dem Hinweis auf das Teamgold von „Ari und Kathi“, das dieses Duo in einem dem Genderwahn geschuldeten neuen Format auch deshalb erbte, weil die erfolgreichste Skiläuferin aller Zeiten auf dem leichtesten Slkalomkurs des Winters ein unerwartetes Blackout erlebt und erst gestern im Spezialslalom bombastisch korrigiert hatte. An diesem Team-Event, in dem früher eine Person gestartetv war und noch früher eben diese eine nach der Abfahrt noch zwei Slalomdurchgänge  bestreiten hatte müssen, mnahm zudem nur  eine beschränkten Zahl an Skiländern (einige klassische hatten darauf verzichtet) teil, was einen höchst seriösen, mehrfachen Medaillengewinner veranlasste, von einem „Gold zum Fremdschämen“ zu sprechen.

Das mag vielleicht ketzerisch klingen, aber mitunter scheint´s nötig zu sein, mit verbaler Brutalität in Wunden zu rühren, weil nur dann, wenn was wirklich schmerzt, dementsprechend reagiert wird. Und wenn uns auch der Medaillenspiegel dank einiger neuer Bewerbe so gut ausschauen lässt, dass man es auch dem sportlich unbeleckten HBP VdB quasi als Goldenes Vließ verkaufen kann, so hat sich die rotweißrote Skination etwa heute bei der Olympia-Premiere des touristisch forcierten Skibergsteigens (Vertical Sprint bergauf, bergab) ganz schön blamiert. Ihre beiden Vertreter, Frau wie Mann, rutschten mit geschulterten Skiern beim Treppensteigen nicht nur aus, sondern schieden in derf Vorrunde aus, während vorne Spezialisten  aus dem sonnig-südlichen Spanien zeigten, wo es lang geht:  Gold und Bronze, vier Bergaufbergabsteiger in den Finals.

Das heutige Negativbeispiel Nummer 2 stellt die Frage: Warum unter Oberregie des mehrfach veredelten  Ex-Kombinierers (Super-Mario) Stecher angesichts des vorhergesagten dichten Schneefalls für den Kombi-Sprint just jener Rettenegger-Bruder nominiert wurde, der seit Tagen eigenen Worten zufolge im Schanzenanlauf immer langsamer und damit im Springen immer kürzer geworden war, ist für mich nicht nachvollziehbar. Dass der verzweifelt kämpfende, gute Langläufer Rettenegger dann noch mit einem Sturz in der Loipe den Anschluss an das Spitzenduo verlor, passte ins cverpatzte Bild. Statt des ersehnten Goldes gab´s leider nur Bronze für Lamparter – und deen dritten Olympiasieg für den Norweger Oftebro (vor Finnland). WSieder blöd gelaufen. 

Irgendwie taucht da der Verdacht oder die Vermutung auf, die einstige Großmacht würde darauf  bauen, dass sich wie durch eIn Wunder der mittlerweile leere Talenteschuppen quasi von selbst wieder in einen vollen verwandelt, ganz so, wie auch der Gold- und Silberpreis immer wieder bergauf und bergab geht, allerdings denkenden Hauptes bestens gesteuert und nicht dem Zufallsprinzip überlassend …

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