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Von Vorschusslorbeeren für heimische Talente, die noch nicht eingelöst werden müssenx

Wenn ich die Taten unserer jungen Stars in spe in diversen Sportarten verfolge, dann muss ich angesichts des Pfingstfestes hoffen, dass die mediale Kollegenschaft bei allem PR-Patriotismus von Sein statt Schein erleuchtet wird. Auch meine Wenigkeit muss sich an die Brust klopfen, weil ich nach den drei gegen doch nicht gerade berühmte Gegner errungenen WM-Siegen den „Kampfanzug“ der nach Absagen doch überforderten zweiten Eishockey-Garnitur wie viele andere Sportfans so überschätzt habe wie jene Optimisten, die davon träumen, dass die halbe Reserve mit teils schon erschöpften Reserven mit einem Sensationssieg gegen den aktuellen Olympiasieger USA doch noch ins Viertelfinale einzieht.

Es gehört zu den rotweißroten auch medialen Unarten, dass wir gerne von einem  einmaligen Leistungs-Höchststand hochrechnen, dass die eine oder der andere Sporteler/in in welcher Disziplin auch immer, ob Fußball,  ob Tennis, ob Leichtathletik, ob Schwimmen etc. noch weit besser als gut sei und so unverhofft wie der vor Olympia nur Insidern bekannte Kite-Goldsurfer Bontus ihre Sportwelt auf den Kopf stellen würden. Auch wenn Enttäuschungen schöngefärbt werden, so wäre´s besser, zu hinterfragen, warum ein Großteil unserer jugendlichen Sporthoffnungen auf dem Weg zur Spitze entweder stagniert der gar ins Niemandsland abbiegt.

Abgesehen vom Eishockeyteam, das immerhin das Minimalziel Klassenerhalt schon mit den ersten drei Siegen erreicht hatte, sei darauf verwiesen, dass die voreilig als künftige, nicht aufzuhaltende Top-10-Lilli Tagger gegen die zwar gesetzte, aber doch nicht Überdrüber-Chinesin Wang in der 1. Runde der French Open ausgeschieden ist, während kaum ältere Teenager wie Mirra Andreeva, Mboko und andere schon Masters-Turniere gewonnen haben, also in ihrem jungen Alter weiter sind als unsere Lilli, die trotz Single-Pleite bedtont, sich auf dem rechten Weg zu befinden.

Und Gleiches gilt auch in der Leichtathletik, wo zumindest zu Saisonbeginn der steirische Hürdensprinter Enzo  Diessl hinter den 2025er-Zeiten herhinkt, das lässt sich bei den heurigen 13,44 Sekunden gegen 13,18 im Vorjahr ebenso wenig verschweigen wie letzter und vorletzter Platz in der Diamond League. Und wenn jetzt in diversen Portalen und Printmedien gejubelt wird, dass ein Staffel-Quartett einen 50 Jahre alten Ö-Rekord an der heimatlichen Nebenfront Villach gebrochen hat, dann zeigt das ja nur, dass wir die löngste Zeit ein halbes Jahrnhundert hinten und auf keinem internationalen Niveau waren.

Es trifft auch auf den aus den USA geholten Aaron Gruen zu, auf den die ganze Wien-Marathon-PR aufgebaut war, ehe er entkräftet und abgeschlagen zur Halbzeit statt Waffen die Beine streckte. iuch er ist bei aller Wertschätzung alles andere denn ein proven product wie Diskus-Hüne Weißhaidinger, der schon Olympia-, WM- und EM-Medaillen geholt hat, aber aktuell sich eher eine Scheibe von den alten Rivalen Ceh, Stahl und Co. abschneiden kann. Trotz eines 67m-Wurfes im Schwechater Haus-Rink hat Luki heuer jenseits der Grenzen noch kein einziges Mal die 64m-Grenze gesprengt, während die Konkurrenz an oder über 70m weit wirft. Mittelprächtige Konstanz und darauf aufgebaute mediale Resonanz kann Höchstleistungen nicht ersetzen, auch wenn man sich die Finger wundschreibt …

Warten wir ab, was aus den Tischtennis-Teenagern Rzhauschek, dem Gärtnersohn,  dem Buberl des abgehalfterten Ex-Sportdirektors Fegerl, aber auch der jungen Kärntnerin Skerbinz wird, die zuletzt bei der Team-WM aufzeigte. Ich kann mich  noch erinnern,  wie bei der Heim-EM 2013 in Schwechat die blitzgescheite Korneuburgerin Karoline Mischek als Star von morgen verkauft wurde, ehe die hübsche Intelligenzbestie und oft wettkampfschwache Psychologin statt in der Weltspitze in einer internationaken Sackgasse landete. So ist´s mit allzu euphorischen Vorschusslorbeeren von Jungstars, die so nebenbei den einstigen Allzeitgrößen von Prokop, Gusenbauer, Janko, Käfer, Zeilbauer, Werthner, Fehringer, Kirchmann  bis zu Schlager, Rogan, Podoprigora, Jukic und Co.  buchstäblich das Wasser reichen können, aber eine mediale Präsenz haben, mit der ihr Können, geschweige denn ihre Klasse, nicht Schritt oder Schlag halten können.  

 

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