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Wenn Liverpool in Köpfen steckt, können auch starke Rapidler den LASK entzaubern

Lange genug war er in der Kritik gestanden, erst recht nach dem Aus im Europacup gegen jene Schotten, die Sturm Graz zerlegt hatte. Izwischen aber, so scheint es, hat der dänische Trainer Hoff Thorup den Rapidlern seinen Stempel aufgedrückt, der zumindest in der heimischen  Liga zum Gütesiegel zu werden scheint. Jedenfalls haben die Hütteldorfer im emotionalen Schlager der Runde in Linz dem Double-Gewinner LASK mit schönerem und effizienterem Fußball die Show und drei Punkte gestohlen. Zum Leidwesen auch des Meistermachers Didi Kühbauer, der über manch Fehlleistung seiner Spieler nur den Kopf schüttelte – ganz so, als wären sie  nicht  hundertprozentig bei der Sache…

Ob´s tatsächlich zutrifft oder nur Spekulation ist, kann ich nicht sagen, aber mehr als nur ein Körnchen Wahrheit mag schon unbewusst darin stecken. Wenn Sie mich fragem worauf ich hinaus will mit dieser These, dann sage ich nur ein Wort oder besser: einen Namen, nämlich Liverpoool. Jawohl, die Reds aus der Anfield Road in der Beatles-Stadt, die angesichts ihrer Titel- und Trophäen-Sammlung nicht erst unter Jürgen Klopp ein legendärer Klub sind. Und da eben dieses Liverpool in wenigen  Tagen auf den LASK zukommt in der Champions League als Spiel der Spiele für die meisten Athletiker, so mag es sich in den Köpfen eines Großteils der Mannschaft längst eingenistet haben. Und damit auch zu so etwas wie einer Einschränkung der persönlichen Fußballfreiheit oder andersrum gesagt: gefesselter Phantasie geführt haben könnte. Konjunktiv.

Jedenfalls hat dieser heimische Schlager gezeigt, dass einige Prozentpunkte spielerischer wie leidenschaftlicher Qualität auf oder ab schon reichen, um ein Kräfteverhältnis auzuglechen oder gar entscheidend zu drehen. Jetzt stellt sich nach der verpatzten LASK-Generalprobe die Frage, welche Konsequenzen das nach sich zieht, umneine vessere Premiere zu erleben – auch bei Didi Kühbauer, der seine Mannschaft zwar in der zweiten Hälfte mehr auf Trab bringen, ihr aber beim Kreieren und Verwerten von Chancen nicht helfen konnte. Ob da binnen Tagen und trotz eines ebenfalls im Premier-League-Hit mit Manchester City (an) geschlagenen Gegners (0:3) eine wundersame Metamorphose gelingen kann, scheint mehr als fraglich. Liverpool ist schließlich doch ein bei weitem anderes Kaliber als Celtic Glasgow,  das aus der Raika-Arena geschossen worden war …

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