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Wenn sich in pomopöse Eröffnung mit Mexiko-Sieg politische Misstöne mischenx

Die pompöse Eröffnung ist ebenso vorbei wie  das weniger pompöse, aber an regelgerechten VAR-Rekord-Ausschlüssen reiche Eröffnungsspiel mit dem mageren 2:0 statt eines Rekordsieges der Gastgeber gegen unterbemittelte Südafrikaner. Die Präsidentin des 120-Millionen-Volkes mit  der 22.Millionen-Metropole zeigte dem Spektakel mit mehr als 85,000 großteils mexikanischen Fans die kalte Schulter. Angeblich wegen des auch mir nicht geheuerlichen FIFA-Präsidenten, aber ich denke eher wegen des angekündigten US-Präsidenten, der dann gar nicht zu sehen war auf der Ehrentribüne. Aber Sport und Politik haben ja  weltweit miteinander nichts am Hut, Verbal natürlich.

Und weil dem so ist, wie es  ist, aber nicht sein sollte  oder dürfte, nützen nicht sport-, sonderrn Politik-affine Medien tdie größten aller Großereignisse dazu, sie und den Sport zumindest im Vorfeld, aber  nichtn nur dort, zun skandalisieren. Das war schon 1968n bei  Olympia so, als die amerikanischen Black-Power-Protagonisten von den Rebellen gefeiert wurden, aber auch auf rsevoltierrtende Studenten  geschossen wurde. Und jetzt waren es wieder Studenten, die mmehr als nur friedlich demonstrierten. Und in dieses mediale Theater passt auch, dass ein  mexikanischer Journalist fernab  des Azteken-Stadions in einer Provinzstadt ermodet wurde, weil er allzu kritische Berichte gegen Drogenkartelle und deren mafiose Bosse publiziert hatte. Mexikanischer Alltag, den man ehrkicher Weise mit der WM  nicht in Zusammenhang bringen sollte.

Infantino hin oder her, ohne ihn und The Donald hätte Mexiko wohl, wenn auch nur als Mitveranstalter, laum zum dritten Mal  eine WM bekommen. Und der FIFA vorzuwerfen, dass sie die WM-Organisation in ihre Hände genommnen hat statt das OK den Mittelamerikanern zu überlassen, ist für mich durchaus plausibel nach den eigenen Erfahrungen, die ich 1986 gemacht hatte. Zwei Tage lang  konnte ich nirgendwo hin, da meine für die Dependance Guadalajara (Senekowitsch war damals dort Trainer!) avisierte Akkreditierung in der Medienzentrale Mexiko-City lag.

Es war der damalige FIFA-General Guido Tognoni, der aus der Patsche half. Nach 48 bangen Stunden hatte ich endlich die ersehnte „Fleppn“ umgehängt, um WM-Spiele zu besuchen und Interviews zu führen, was so einfach auch nicht war. Nach dem 6:0 der UdSSR gegen die Ungarn, die uns die WM vermasselt hatten, hätte ich ganz allein ein Gespräch mit dem Dynamo-Kiew- und Teamtrainer Lobanowski führen können, der dazu in seiner sonstigen Schroffheit bereit gewesen wäre. Es konnte aber dazu aber nicht kommen, weil Lobanowski nur Russisch sprach, was für  mich wieder tatsächlich eine Fremdsprache war. Und mit Händen und Füßen ging´s auch nicht. Blöd gelaufen.

Umso witziger war dann das Interview mit Belgiens Tormann-Spaßvogel Jean Marie Pfaff, der ein Jahr danach mit dem FC Bayern für das (gegen Porto und Madjer-Fersler) verlorene Meistercup-Endspiel im Marriott abgestiegen war, wo damals auch meine Redaktion  daheim war. Pfaff erkannte mich im Garten Cafe, kam ins Büro, setzte sich vor eine nicht mehr benützte Olympia-Schreibmaschine, um sich beim Reinhauen in die Tasten fotografieren zu lassen.

Und zum Treffen mit dem ungarischen Fuballgrafen Marton Esterhazy fuhr ich gut 300km mit dem Leihwagen über berguige Landsraßen nach Leon ins  Teamquartier, wo er schon auf mich gewartet hatte, um auf k. k.-Deutsch zu parlieren. Heutzutage angesichts der PR-Fritzen, die sogar wissen wollen, was man fragen würde, so gut  wie ausgeschlossen. Gefilterte Berichterstattung ist angesagt. Ich bin geddsoannt, was noch alles kommt – oder auch nicht, weil´s eine neue Nomenklatur utersagt, weil´s nicht ins Bild passt. Wie die paar leeren Sitzreihen auf der Tribüne beim 2:1 der Südkoreaner gegen Tschechien in Guadalajara…

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