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Wie Politik selbst Paralympics in ihren Würgegriff nimmt statt Völkerverbindenes zu propagieren

aAuch wenn es heute nach Plaaz 3 im mKranjska-Gora-RTL-Klassiker einen dritten Plstz durch den 35jährigen Brennsteiner, in der zweiten Val di Fassa-Abfahrt der Damen einen zweiten Platz, nur ein mickriges Huundertstel hinter Itakliens Doppelsiegerin Pirovano gab, ehe Vorjahresweltcupsieger Tscchofenig in Lahti von dritten  Platz zu seinem ersten Sieg im neuen Jahr sprang, so möchte ich einem anderen, eher heißen, bei uns aber ziemlich verschwiegenen Thema kommen, das ganzh sicher Geister scheidet, dafür aber wieder einen Spaltpilz produziert.

Es dreht sich dabei um den von einigen Wintersportländern nicht nur angekündigten Boykott oder zumindest lauten Protest, dass wie in vielen anderen Sportarten auch wieder die seit 2022 ausgeschlossenen Russen und Weißrussen – die gar keinen Krieg führen, aber befreundete Nachbarn im Geiste sind –  bei den Paralympics in Mailand/Cortina mitmachen dürfen. Und wer steht dabei erste Reihe Mitte? Dreimal dürfen Sie, werte Blog-Leser, raten? Österreich, das nicht amehr ganz neutrale Land! Wäre ja gelacht gewesen, hätte nicht zwei Tsge vor dem morgigen Frauentag die heimische Paralympics-Chefin ganz im Sinne der doppelnamigen Außenministerin laut protestiert, aber nicht boykottiert. Schließlich konnte man ja den Aigner-Geschwistern nicht die Abfahrtsgoldenen für Sehbehinderte im Cortina durch Startvernotr/verzicht rauben, gell. Das wäre wohl des Protests des Guten zu viel gewesen, oder?

Als einer, der schon im zarten Kindesalter mehrmals hatte an den Beinen operiert und mit Schienen ausgestattet werden müssen, wuchs ich dem zum Trotz sowohl mit Skiern, Fußball, Völkerball, Weitspringen, Sprint wie Kugelwerfen auf der Birkenwiese, im Tennis (mit Pazderka, leider +) und Tischtennis (spielte bei Jugendmeisterschaft in der Michelbeuernhalle, Währing, erfolglos gegen Topstar Engel, später Direktor bei A.-Salzburg-Boss Quehenberger) auf. Ich wage zu schreiben, dass ich sehr wohl das Los der vom Schicksal geprügeltgen, durch den Sport sozusagen wieder ins Leben zurückgeholten Paaralympics-Sportler: Innen ebenso wie ihren Ehrgeiz und ihren Einsatz taxieren kann. Aber auch dann, wenn sie mich dafür verdammen oder nur tadeln, so bin ich der natürlich subjektiven, für mich aber objektiven  Meinung, dass aktuell punkto Paralympics auch und vor  allem TV-technisch (wegen Sponsoren, die gezeigt werden müssen) und dazu schlechtem Gewissen, dass die Behinderten jahrelang so gut wie ignoriert worden waren, ein noch weit größerer Overkill produziert wird als bei endlos langern Übertragungen vom oft schwer geschlagenen Alpinen oder Loipenjägern…

Zurück zum Boykott oder leeren Drohungen wie bei uns, soll und darf der (Spitzen) Sport kein )Spielball der echten, verhinderten oder sich sebst überschätzender (Welt?-) Poltiker: Innen werden, sondern sollte vielmehr und vor allem bei den Schicksalkindern das vom olympischen Geist inspirierende Völkerverbindende in den Mittelpunkt stellen statt des An- und Ausgrenzenden. Hier  wird aus politischem Kleingeld, vorauseilendem Gedhorsam und Kleinstgeistig- bis dreistigkeit insgeheim spekuliert, abseits vom Alpinsport die Medaillenlücken von Ausgeschlossenen füllen zu können, der Sport selbst samt Olympic Spirit mit Füßen getreten.

Wollen wir uns wirklich anmaßen, in den Krieg geschickte und womöglich dort schwerst verletzte russische Sportsoldaten zu verteufeln und die ukrainischen Schicksalsgenossen zu bejubeln oder zu bedauern, als hätte es der rundum in seiner Regierung von Korruption umgebende Wolodymir Selenskij angeschafft? Ich traue mir das zu schreiben, denn mein Vater ist anno 1944 in Kiew von ukrainischen (Sowjet-) Soldaten schwerst misshandelt und schließlich getötet worden. Darum wage ich zu fordern: Hört endlich auf mit der unerträglichen politischen Scheinheiligkeit und Heuchelei, die bei den an Haupt und Gliedern gesunden Sportler: Innen so wenig zu suchen hat wie bei den Behinderten und ihren Paralympics, deren Ergebnisse der verschiedenen Handicaps in einer zusammengefassten Kategorie wegen eben NICHT mit den Normalsportlern verglichen oder in eine Reihe gestellt werden können.

Dabei möchte ich betonen, dass ich jede und jeden einzelnen  dieser angeborenen oder später von höherer Gewalt getroffenen Opfer für Winter wie Sommerspiele dafür ehrlich bewundere, wie sie ihr Schicksal angenommen und gemeistert haben. Sie sind, was Lebenseinstellung betrifft, ganz sicher Vorbilder auch in einer sozial immer gleichgültigeren, kälteren  Gesellschaft, wie man wieder was wird, obwohl alles dagegen sprach. Die sportliche Wertigkeit ihrer Spiele ubd auch Siege steht hinlegen auf einem anderen Blatt. Aber das wieder gehört zu den Kehrseiten von Medaillen wie medialer Overkill…

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