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Wien-Topstar Zverev oder: Nr. 1 im Kampf gegen Vorurteile und Diabetes

Wie schon gestern erwähnt, ist es jetzt endgültig fix: Alexander Zverev, 29, Hamburger mit russischen Wurzeln, was ja der Realität entspricht, da sein Papa  noch für die Sowjetunion auch gegen Muster und Skoff gespielt hat, geht als Weltranglistenerster ins  neue Tennisjahr. Veständlich, dass er darauf zu Recht stolz ist, es als zweiter Deutscher nach Boris Becker vor mehr als 30 Jahren geschafft hat. Und  noch ein bisschen stolzer, weil er der erste Deutsche ist, der zum Jahreswechsel ganz oben steht. Wider viele Prognosen, die den fast zwei Meter großen Sascha mehrmals abgeschrieben und seiner Liebschaften wegen zu einem Bestandteil der Bussi-Bussi-Society abgestempelt hatten.
Sie alle hatten die Rechnung ohne Zverev gemacht, der nicht nur Vorurteile widerlegte, sondern auch, was noch weit schwieriger war und mehr wiegt, den unübersehbaren Kampf gegen Diabetes und sportliche Grgner immer wieder gewinnt. Selbst in den Pausen der oft gnadenlosen Ballswechsel muss er zur Nadel greifen und Insulin spritzen, dazu noch Pillen schlucken,  um im Vollbesitz seiner Kräfte zu bleiben. Trotz dieser Handikaps, manch Rückschlägen und Trainerdiskussionen ist er sozusagen am Ball geblieben, um im besten Jahr seiner Karriere zunächst seine ersten Grand-Slam-Titel in Paris und New York zu gewinnen, die ihn zum Spieler der Saison mit den meisten Siegen und dem krönenden Meilenstein als Nummer 1 machten.  Daran gibt´s  nichts zu rütteln. Ehre, wem Ehre gebührt.
Auch wenn das mancherorts fast als Sakrileg betrachtet wird, so ist und bleibt  allerdings Tatsache, dass mit Jannik Sinner und Carlos Alcaraz die seit geraumer Zeit besten und erfolgreichsten Topstars entweder bei den Grand Slams nicht dabei, groggy oder verletzt waren, also jenes übermächtige Duo, an dem Sascha im Normalfall nicht vorbeigekommen war. Leider fehlen beide auch beim Erste Bank Open 500, in dem Zverev als künftige Nummer 1 die Nr. 1 des Topturnieres ist, das er übrigens auch schon gewonnen hat. Hereinspaziert, hereinspaziert in der Wr. Stadthalle. Würd’s nicht zu sarkastisch klingen, könnte man sage: Sascha ist der Zuckerguss on the Cake…
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