Wenn stimmt, was die mit dem Rapid-Sportdirektor bestens vernetzten Medienleute schreiben, dann sind in Hütteldorf die Würfel schon gefallen, was den neuen Cheftrainer anbelangt. Wenn stimmt, was nicht nur der mit dem nicht einmakl mehr umstrittenen Sportdirektor bestens vertraute Journalist schreibt, dann soll sich Markus Katzer bei der Qual der Wahl für den erst 36-jährigen Dänen Hoff Thorup und gegen den Schweden Rydström entschieden haben. Noch vor Silvester soll der neue Mann als Glücksbringer im neuen Jahr präsentiert werden. Die Zeit läuft.
Da mir weder der eine noch der andere bekannt waren und sind, musste ich mich erst im Internet schlau machen über das Who is Who, was bei mir doch einiges an Stirnrunzeln ausgelöst hat. Wenn ich mir das sogenannte Pedigree der beiden Trainerkandidaten anschaue, dann stelle ich mir schon die Frage, weshalb der grünweiße Sportdirektor, international eher eine bessere Nullummer, den um 13 Jahre jüngeren Dänen gegenüber dem knapp 50jährigen Schweden favorisiert.
Wenn ich also den einen mit dem anderen vergleiche, dann stelle ich fest, dass Johannes Hoff Thorup nach einem Einstieg bei einem sogut wie unbekannten Dänenklub dann bei Norwich City, Nachzügler der englischen ersten Divsision, also zweite Liga und nicht Premier League, nach einer beachtlichen Serie an Heimniederlagen schon im Vorjahr gefeuert und nirgendwo seither engagiert wurde, während Rydström erst mit Kalmar in der scchwedischen Liga vorn mitmischte, ehe er mit Malmö FF zweimal Meister und einmal Cupsieger wurde. Und der soll schlechter sein als einer, der noch nie in seinem Trsainerleben etwas gewonnen hat?
Für wie dumm oder uniformiert hält uns eigentlich die rechte Hand des limken Rapid-Präsidenten, dass er sich traut, im Duell zweier Skandinavier darob eine Schlagseite für den Dänen zu haben mit der Begründung, er ließe so offensiv spielen, wie es den grünweißen Vorstellungen entspricht. Da ja der Herr Katzer auch für die völlig verfehlte Transfer- und Einkaufspolitik am Spielermarkt verantwortlich ist, den Schwarzen Peter dafür aber dem darob gescheiterten wie gefeuerten Stöger Peter in die Schuhe geschoben hat, so fragt man sich unwillkürlich und zu Recht, welch Katze im Sack er durch Vermittlung (s) eines offenbar bevorzugten Managers er jetzt kauft oder gar schon gekauft hat, da der Herr Thorup ja schon zweimal zu Gast bei Katzer und Co in Wien gewesen sein soll?
Wenn der Herr Hoff Thorup, übrigens nicht zu verwechseln mit dem mittlerweile in Saudi Arabien tätigen, ehemaligen Augsburg-Coach Jess Thorup, wirklich neuer Coach in Hütteldorf werden sollte, wird er sich sicher freuen, dass er endlich wieder einen Job hat. Wie viel Freude der Rapid-Sportdirektor mit dem unbeschriebenen Blatt den grünweißen Fans (und nicht nur dem harten Kern) bereitet, ist wiederum ein anderes Kapitel.
