Website-Icon Metzger.Live

Willensstärke reicht beim besten Willen nicht gegen Kaliber wie Liverpool

Der Wille, wie ein geflügeltes Wort sagt, kann aber leider doch nicht immer fürs Werk gehen.  Viel hatte sich Double-Sieger LASK, das Schützenfest gegen Celtic Glasgow im Hinterstüberl, gegen den vielfachen englischen Meister Liverpool vorgenommen, kam aber gar nicht zur Umsetzung, weil´s nach einer guten halben Stunde schon 0:3 stand, statt der erhofften Sensation ein schlimmes Debakel zu befürchten war. Immerhin konnten die Multi-Kulti-Linzer eben diese Demütigung verhindern, weil sie zwischen Wunsch und Wirklichkeit, Wollen und Können immerhin Widerstandswillen und Wiollensstärke entwickelten. Und mit dem 3:6 nach 1:6-Zwischenstand kosmetische Korrektur betrieben.

Wenn LASK-Meistermacher Didi Kühbauer zusammenfassend sagt, dass seine Mannschaft gegen ein Kaliber wie Liverpool ganz einfach überfordert war, vor allem in der Defensive, dann schneidet er damit ein Thema an, das tabu bis sankrosankt ist. Das zuletzt auch nicht immer überzeugende Nationalteam ist nömlich kein Spiegel heimischer Realität, da mit wenigen Ausnahmen nur Legionäre zum Einsatz kommen oder das Rückgrat bilden, weil es den österreichischen Bundsliga-Kickern an Erfahrung, Härte und Klasse mangelt.

Komme keiner und sage, wir wären ja U17-Vizeweltmeister, das Potenzial also vorhanden. Ja, bei dem einen oder anderen mag das schon zutreffen. Aber abgesehen davon, dass heutzutage die vielversprechensten Talente frühzeitig im Ausland landen, schlag nach bei Teenager Alaba und anderen, kenne ich keine Nachwuchsmannschaft irgendeines klassischen Fußballlandes, die in fast identer Formation dann bei den Großen ein- und zugeschlagen hätte. Was bleibt, das sind ein, zwei oder drei Ausnahmekönner, der Rest so gut wie immer Mitläufer. Der Entwicklungssprung erfolgt in der Regel zwischen 17 und spätestens 22 Jahren. Da scheidet sich dann, wie es so schön heißt, Spreu vom Weizen.

Und dabei spielt, da können die Gottsöbersten noch so schöne Schalmeientöne von sich geben, zu denen mediale Lemminge beifällig nicken, natürlich auch die heimische Liga eine nicht zu unterschätzende Rolle. Auch wenn´s die betreffenden regionalen Klubs nicht gerne hören oder als Nörglerei abtun – mit einer besseren Dorfklub-Liga wird der österreichische Fußball a la longue keine großen Sprünge mehr machen können. Rapid, aktuell Nummer 1 im Lande, ist international weg vom Fenster, von der Austria ganz zu schweigen. Auch die seit drei Jahren hierzulande titellosen Bullen bilden da keine Ausnahme mehr. 

Das Kühbauer-Fazit sollte ein Alarm- und Warnsignal sein, dass die Auf- und Zersplitteriung der Kräfte am Ende des Tages nur Kraft kosten, die fehlt, um international mithalten zu können. Die Resutate sprechen  für sich. Rede keiner von Aufwärtstrend, wenn ich mich daran erinnnere, dass der GAK vor gut 20 Jahren an der Anfield Road in Liverpool sensationell mit 1:0 gewonnen hat, ehe er mit 1:2 durch die inzwischen abgeschaffte Auswärtstorregel doch ausschied. Seit damals allerdings ist auch die finanzielle Schere immer weiter aufgegangen – und für „Kleine“ noch mehr als für die Großen, die vom Millionären oder gar Milliardären finanziert werden…,..

Die mobile Version verlassen