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Tu felix Austria, magst froh sein, dass Import-Export-Verleihhandel von SportlerInnen blüht

Bella gerant alii, tu felix Austria nube! Wer kennt ihn nicht, den berühmten Spruch, der Kaiser Maximilian I. der Habsburger Heiratspolitik wegen in den Mund gelegt wird. Auf Deutsch: Andere mögen Kriege führen, du glückliches Österreich heirate! Heutzutage lässt sich das geflügelte Wort sportlich flugs (auf Latein) so abwandeln: Tu felix Austria, donate aliquem civitate! Auf gut Deutsch: Du glückliches Österreich, beschenke wen immer mit der Einbürgerung!

Da ich ja sowieso als Ketzer, Nestbeschmutzer, Schwurbler oder Verschwörungstheoretiker ins Abseits gestellt werde, erlaube ich mir einen kleinen Import-Export-Handel aufzulisten, der den heimischen Sport ein bisschen besser darstellt, als er es tatsächlich ist. Frage: Wo fangen wir an, wann hört endlich der Selbstbetrug auf? Da derzeit die heimischen LA-Meisterschaften laufen, sei ohne Unfrieden gesagt, dass unsere Neo-Sprintrekordlerin Christania Williams das Laufen nicht bei uns gelernt hat, sondern auf Jamaica, wo sie (auch als Sprinterin) geboren wurde, zahlreiche Staffelmedaillen gewann, ehe sie im alternativen Winter-Bobsport die Insel der Seligen als Anschieberin entdeckte. Mit Endiorass Kingkey haben wir auch einen neuen Dreisprungrekordler, dessen Wurzeln in Afrika liegen, der aber noch ein bis eineinalb Meter davon entfernt ist, wirklich große Sprünge zu machen. Im Umkehrverfahren wieder hat Niklas Strohmayr-Dangl mit dem Anschluss an eine Oranje-Trainingsgruppe eine 41 Jashre alfte Rekordhürde überwunden. Und auch andere Hoffnungen a la Sebastian Frey  versuchen, wenn sie fit sind, über Auslands-Trainingsgrippenin den Windschatten des inzernatioalen Erfolges zu kommen.

Womit wir beim (Damen) Tennis sind, in dem die Prag-Finalistin Lilli Tagger als ÖTV-Nonplusultra auf der Homepage bejubelt wird, obschon sie seit Kinderschuhen nichts mit dem Verband zu tn hat, sondern in der Schiavone-Akademie in Italien ausgebildet wurde. Immerhin als echte Osttirolerin, während die eben erst aus welchen Motiven immer eingebürgerte Frau Potapova ihre Interviews auf Englisch (oder je nach Frager auf Russisch) führen muss, weil sie so gut wie nicht Deutsch spricht. Und Frau Sinja Kraus, Tochter von Österreichern, lebt seit Jahr und Tag im Raume Frankfurt, was auch ihr eher teutonischer Zungenschlag belegt – und die Frage offen lässt, in welcher Rolle oder welchem Rang sie dem österreichischen Bundesheer  als Sportsoldatin diengt. Übrigens ist auch die neue Meisterin Perelygina eine Hoffing, die aus Russland  kam …

Das neuerdings im Ösi-Pool schwimmende Kraus-Pendant heißt Iris Julia Berger, die bis vor drei Jahren für Deutschland startete, jetzt in Dänemark lebt und trainiert und als Europa-Mittelmaß alte heimische Rekorde meist im Ausland  bricht. Ohne jetzt auch noch auf andere Beute-Ösis einzugehen, darunter den Judo-Olympiadritten Borchaschwili oder den bayrischen Springreiter Max Kühner (nicht ganz, aber fast so gut wie es einmal der Pfälzer Hugo Simon, 84, hat aber keine Lobby, die ihn als einen Global-Tour-Gesamtsieger zum Max Nazionale pushen würde) sind wir inzwischen Weltmeister im SportlerInen-Import und auch im Export-Verleih, um sich fern der Heimat so zu entwickeln, dass das Mutter- oder Vaterland bei der Ein- oder Rückkehr stolzgeschwellter Brust  sagen kann: Wir sind glücklich, Euch geholt und ziemlich schnell eingebürgert zu haben! Das gilt vor allem für Politiker: Innen oder deren verlängerte Arme, die hierzulande lieber auf Beute-Ösis zu Lasten und auf Kosten originaler Landsleute setzen … 

 

 

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