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Von Langweil-WM-Finale, Pausen-Gezwitscher, Trump-Bashing und Geld, das regiert

AP

Die bisher größte Fußball-WM-Endrunde aller Zeiten ist mach einem langeweiligen, einschläfernden 1:0 der Spanier gegen Titelverteidiger Argentinien vorüber. Und das trotz des Millionenpublikums ohne gröbere Zwischenfälle –  abgesehen von der unnötigen Donald-Intervention, die immer wieder thematisiert wurde und wird, auch wenn sie längst geschmolzener Schnee von vorgestern ist. Ja, es war die bestbesuchte WM-Endrunde aller Zeitn, bei der es wider alle negativen Prognosen sündteurer Tickets wegen keine leeren Häuser, sondern nur ausverkaufte Stadien gab, es also dementsprechend in der Heimat des Kapitalismus auch zu einer tollen Wertschöpfung für den Hauptveranstalter USA und damit deren Präsidenten geführt haben muss. Jenem Donald, der sich bei der Siegerehrung für den Welt- und Europameister Spanien im Gegensatz zum spanischen König Felipe, einem Ex-Olympiasegler und nicht nur körperlich großen Sportfan, ltztlich mit einer Rolle als Randfigur begnügte, die Medaillen verteilte und brav den Champs applaudierte.

Abgesehen davon, dass die mit Ausnahme der letzten Minuten der Verlängerungs-Nachspielzeit argentinischen (Gottseidsank, Messi mög´s verzeihen)  Exweltmeister beim verdienten 0:1 gegen  die auch nicht gerade berauschenden Spanier nur als unbeliebte Zerstörer und Widerstandskämpfer auftraten, stieß mir das geradezu konzertierte Trump-Bashing speziell europäischer Medien sauer auf.

Ich hätte gern gewusst, wie diese Leute reagiert hätten, wäre die auf fast die doppelte Länge gedehnte Halbheitpause von 25+ statt 15 Minuten von Barack Obama oder Joe Biden dazu genützt worden, sich mit Weltstars von Madonna über Roby Williams, Shakira, Tom Cruise bis Justin Bieber zu schmücken. Ich möchte wetten, dass es – frei nach Super Bowl, die als Football-WM gilt – einen Jubelsturm statt Shitstorm gegeben hätte. Man muss kein Fan oder gar Freund des mitunter skurrilen US-Präsidenten sein, um als Fazit zu konstatieren: Politisch einseitig, mitunter noch primitiver als manch Marotte des unorthodoxen, schwer zu taxierenden Trump, in NY als „The Donald“ bekannt.

Es war die zweite WM in den USA nach 1994, von der ich glaube, das sie trotz eines der schwächsten, unattraktivisten Endspiele aller Zeiten – Negativ-Kontrastprogramm zum Vortagsspektakel um den dritten Platz in Miami – sehr wohl Nachhaltigkeit besitzt. Es gab auch viele torreiche Spiele ohne Zerstörungswut, dafür mit Unterhaltungswert, der in den Vereinigten Staaten von Amerika zum höchsten Freizeitgut gehört. Ob man jetzt Trump oder seinen Verbündeten, den FIFA-Präsideten Infantino, übrigens polyglotter Eidgenosse, mag oder auch nicht – der Fußball war unterm Strich fünf lange Wochen der asolute Fernseh-König rund um die Welt, egal welch andere gekrönte oder ungekrönte Häupter die Ehrentribünen bevölkerten. Was die aliquoten Millionen für die Endrundenrteilnehmer betrifft, darunter auch den ÖFB mit Finanzminister i. R., Ex-Bänker und Vorstandsvorsitzenden Josef Pröll, hab ich noch keine Klagen gehört, geschweige denn etwas von Bashing. Da sind sich alle mit Trump einig: Geld stinkt nicht, sondern regiert die Welt als Goldene Regel, die alles regelt.

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