Man kann nur noch den Kopf schütteln, wie heutzutage die Politik, um nicht zu sagen: politische Interventionen den Sport im Sinne eines Mainstreams von Minoritäten beeinflussen. Das jüngste Beispiel wird uns von den Italienern, sprich: von Italiens Fußballverband frei Haus geliefert. Man muss sich auf der Zunge zergehen lassen, warum aus der von Milan-Legende Paolo Maldini vorgeschlagenen und zunächst als vollendete Tatsache vermeldeten Bestellung des ehemaligen Spielmachers, US-Legionärs und aktuellen Trainers in Saudi Arabien bei United FC, Andrea Pirlo, zum neuen Teamchef der Squadra Azzurri jetzt doch nichts wird.
Nicht etwa, dass der weitgereiste Weltmeister von 2006 qualitativ gewogen und dann trotz vorhergehender Vorschusslorbeeren als zu leichtgewichtig gemessen worden wäre. Es hat auch nichts damit zu tun, dass er inzwischen nur in einer weit unter der auch nicht mehr so guten Italo-Serie-A als Coach eines Klubs der Saudi-Liga engagiert ist. Nein, nein, da hat wohl die Van-der-Leyen-Merz-Macron-Tusk-EU die links-orientierte Ampel auf (Blut) Rot geschaltet, um den Italienern vorzuschreiben: Kommt nicht in Frage, der Mann ist ja ein halber Russe, da muss man doch nur schauen, wie er vernetzt ist, woher er sein Sponsorengeld bezieht.
Keine Angst, Andrea Pirlo hat sich nicht wie Wikileak-Snowdon oder unsere Ex-Außenministerin Kneissl mit Kniefall in die Arme von Gottseibeiuns Wladimir Putin begeben, er hat auch keine Reklame für den Krieg in der Ukraine gemacht oder sonstige politisch unkorrekte Aussagen getätigt, sondern nichts anderes „verbrochen“ als schon seit Längerem einen Vertrag mit einem russischen Wettanbieter zu besitzen, der in Saudi-Arabien bestens eingeführt ist. Und plötzlich ist der Wunschkandidat von Maldini kein Thema mehr als Teamchef jenes Italiens, das als viermaliger Weltmeister dreimal in Folge die WM-Endrunden-Qualifikation verpasst hat.
Und so wurde über Nacht seine Wunschlösung als Krisenbewältiger zur Persona non grata erklärt und wieder aussortiert, was auch Maldini als nationale Ikone nach nur 16 Tagen als Sportdirektor mit Entscheidungsgewalt wohl zum angedrohten Rücktritt bewegen könnte, der schon so gutbwie fix scheint. Ein weiteres Beispiel, wie man sich mit solch noch lächerlicheren Sanktionen als die sonstigen, ziemlich ineffizienten der EU-Politiker: Innen ins eigene Knie schießt. Moralinsaurer Unsinn. Wie lachhaft diese ganz sicher politisch instigierte Ausgrenzung ist, lässt sich darin ablesen und konstatieren, dass vom IOC abwärts fast alle Weltverbände die russischen Sportler: Innen seit kurzem wieder zu internationalen Wettkämpfen zu- und dort auch wieder wie ehedem gewinnen lassen.
Aber wie sollten das auch solch tolle Sportfans wie Flinten-Uschi und Konsorten wissen, wenn man es ihnen nicht vorsagt/vorschreibt? Wetten, dass sie darin Könige/innen der Ahnungslosigkeit sind, die ja nicht einmal das wirklich glauben können, was sie selbst zum Besten, Pardon: Schlechtesten und manchmalbsogar Schlimmsten, geben…
