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Hellas-Gold für abtrünnige Alexandri-Nixen als Muster, sich ins eigene Knie zu schießen

Zuerst hab´ ich geklickt, wer am ersten Tag der Schwimm-Europameisterschaften in Paris was gewonnen, dabei gesehen, dass Griechenland im Wasserballett-Duo triumphiert hat und mir gedacht, dass Hellas ein besoderes Faible für diese ganz spezielle, mittlerweile auch mit Mannsbildern angereicherte Sportart haben muss. Ja, das hab ich mir in meiner Naivität erst gedacht, weil es in meiner offenbar zu konservativ-traditionalistischen Gedankenwelt nicht vorkam, dass …. ich hab´dann beim Pluszeichen  im Ergebnis nachgeschaut, wer da Griechengold geholt hat und so gesehen, dass das Undenkbare also Realität geworden war – Sieg und Titelverteidigung für die Alexandri-Zwillinge Eirini und Anna-Maria, die sich von heute auf morgen von uns, also Schwimmverband, Sporthilfe, Staatshilfe in der Südstadt samt Prokop-Schule und ÖOC vertschüsst hatten, obwohl sie hierzulande zwölf Jahre lang aufgepäppelt worden waren.

Sie kennen ja alle den Spruch: Undank ist der Welten Lohn. Er entstammt zwar einem Märchenbuch, wird aber in der Wirklichkeit geprobt nach dem egomanischen Prinzip: Gut ist, was mir/uns nützt. Aber dazu gehören ja immer zwei, die dieses Spielchen spielen. Also die nochmals, diesmal heim ins alte  Griechenreich von uns fahnenflüchtigen Alexandri-Drillinge (Duett + Solo) da und der Schwimmverband dort mit seiner Spitze.

Oder um es drastischer zu formulieren. Hier haben sich unverschämte Dreistigkeit und für den Fall, dass es bei der Freigabe zum Nationen-Rückwechsel weder hohe finanzielle Abgeltungen noch sportliche Sperrklausel gab, Naivität an der Grenze zur Dummheit die Hand gegeben. Dass Österreich die Alexandris nicht mit einem eigenen Duett fordern konnten, lag ja daran, dass so gut wie alle Förderungen ein Dutzend Jahre lang in die griechischen Grazien ge- nd damit verflossen sind. 

Andersrum: Nach der Flut an Medaillen, die sie für Rotweißrot auch dank ihrer Auslandstrainerin gewonnen haben, herrscht jetzt absolute Ebbe. Und zumindest interimistisch muss ein Wasserspringer-Coach herhalten, damit die Synchron-Nixerln wenigstens den Hauch eines Trainers haben. Als notorischer Nestbeschmuter, als die mich meine Kritiker ja gern hinstellen, kann ich zu dieser tollen Nachhaltigkeit nur gratulieren. Es handelt sich, ganz ohne Wasserball um ein Musterbeispiel, wie man sich ins eigene Knie schießt…

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