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Vom gnädigen Fußballgott, der auf 50er-Jubilar R. R. und Österreich runterschaute

Der Fußballgott hat zum 50er-Jubiläum von Ralf Rangnick runterg´schaut. Als es bei 1:1 gegen zehn Israeli schon nach Blamage gerochen hatte, da schoss Mwene (90.) im 33. Länderspiel sein erstes Tor zum 2:1, ehe wie schon gegen Algerien der Zweimeter-Jolly-Joker Kalajdzic zum 3:1 traf. Ende gut, alles gut? Mitnichten! Von einem Happy End in  Linz, wo ja bekanntlich alles beginnt, kann nämlich keine Rede sein, auch wenn drei Punkte zum Auftakt der Nations League das rechnerische Maximum darstellen. Da ja bekanntlich auch aller (Neu) Anfang schwer ist, so darf man gesoannt sein, wie es am Sonntag in Wien beim Emotionsduell gegen den Fußballzwerg Kosovo ausschaut, der unter dem Diktat des Rangnick-Vorgängers Franco Foda gegen Irland mit 1:0 gewann.

Wie das Linz-Match gelaufen wäre, hätte der ineffiziemte Neo-Kapitän Gregoritsch, Held der Fußball-Nation nach dem Glückstor, das gegen Bosnien die WM-Tür geöffnet hatte, nicht verletzt gegen Kalajdzic getauscht werden müssen, wer weiß? Schließlich war´s der alte, neue LASK-Stürmer, der den Elfer zur glücklichen 1:0-Führung gegen den Spielverlauf herausholte und dann das endgültig alles entscheidende 3:1 in der Nachspielzeit selber schoss. als seine Linz-Double-Kollegen Horvath  und Lang – man kann durchaus sagen endlich – eingewechselt worden waren. Spät, aber letztlich doch nicht zu spät in einem Sturmlauf ohne herausgespielte Chancen gegen das durch Chuzpe-Gelb-Rot-Torjubel des Schützen dezimierte, technisch gute, aber oft allzu leichtfertig-lässige Israel-Team.

Von den sogenannten Rangnick-Vorzügen im tempo- und druckreichen Spiel gegen den Ball mit schnellen Umschaltaktionen war kaum etwas zu sehen, eher glich das Ösi-Spiel jenem unter dem schlussendlich gerade darum ungeliebten Safety-First-Ex-Teamchef Franco Foda, dessen harte Kosovaren-Nüsse wir Sonntag knacken wollen/sollen/müssen. Mit Ballgeschiebe ohne Nachdruck, Flankenschlägen ohne Präzision, Verzweiflungsschüssen in eine Abwehrmauer wird´s dabei nicht getan sein. Und da man dafür auch einen Schuss mehr Kreativität braucht als es in Linz der Fall war, wird R. R. seine Auswahl dahingehend ein- und umstellen müssen.

Nicht immer wird der Fußballgott so gnädig auf uns und Teamchef runterschauen. Da kann der Ex-Politiker und ÖFB-Boss noch so mit „Transparenz“ Floskeln alles schönreden, was außer den beiden Toren am Ende und dem damit verbundenem Positiv-Resultat keineswegs schön anzuschauen war. Alles andere muss man als willfährige PR rubrizieren…

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