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Deutsche Fußball-Pleite oder: Auch Klopp kann über Nacht nicht zaubern

gratiszeitung heute

Viel schlimmer hätte die Klopp-Ära mit dem deutschen Fußballteam kaum beginnen können in der Nations League. Ließ sich das schmeichelhafte 1:1 in den Niederlanden zumindest vom Ergebnis und vom Kampfgeist her noch als halber Erfolg eines doppelt so großen Kaders verkaufen, so musste der Publikumsmagnet, Werbebotschafter und vermeintliche Erfolgsgarat Jürgen Klopp mit dem 0:1 in Augsburg gegen Griechenland nicht nur eine mehr als bittere Pille schlucken, denn statt der erhofften Trendwende gab´s im fünften Duell mit den Hellenen die erste, historische Niederlage, obendrein besiegklt durch ein just vom Capitano Kimmich abgefälschtes Eigentor. Wie eingangs gesagt – viel schlimmer hätte es kaum laufen können. Fortuna, so schien es, blieb bekloppt…

Kaum als Teamchef gewonnen, schon auf verlorenem Posten? Hat sich Klopp jetzt als vermeintlicher Messias oder Wunderwuzzi entzaubert, weil er die von  euphorisierten Medien ebenso wie euphorisierten Fans erwartete Patentlösung, sprich: Metamorphose des DFB-Teams quasi üner Nacht nicht anbieten konnte. Zumindest meiner bescheidenen Meinung nach blieben zwei Erkenntnisse zurück aus dem 14-tägigen Länderspiel-Intermezzo.

Erstens ist´s schon schwer genug, mit 22 Kaderspielern binnen Kurzem auf einen grünen Zweig zu kommen, geschweige denn mit 44, bei denen man nicht so schnell erkennen und sagen kann, wer zu wem passt – und wer mit wem alte deutsche Tugenden aufleben lassen kann. Und zweitens kann und darf man den Posten eines Teamchefs nicht mit der Tätigkeit eines Klubtrainers verwechseln, der Tag für Tag sieht, wie gut seine Spieler nicht nur körperlich drauf sind, sondern wie sehr sie auch seine taktisch-strategischen Aufgaben und Herausforderungen mehr oder weniger präzise in die Tat umsetzen können.

Gut Ding  braucht halt Weile und verträgt keine Eile. Auch darauf wird sich Fußball-Deutschland einstellen müssen. Erst gilt es auch für einen Mann wie Klopp, die beste Mischung zu finden, mit der er die Abwärtsspirale bremsen kann, um danach die Kehrtwende einzuleiten. 

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