Entschuldigen Sie, werte Blog-Leser, wenn ich beim Resümee des Erste Bank Open 500 den legendären Satz des legendären TV-Entertainers Hans Rosenthal zur Hand nehme, um quasi Dalli-Dalli zusammenzufassen, was man gesehen und erlebt hat: „Das war Spitze!“ Begleitet von ebenso legendären Luftsprüngen, die alle machen konnten und dürfen, die an diesem denkwürdigen Turnier, das alle Rekorde schug, mehr oder weniger federführend beteiligt waren.
Angefangen vom Turnierdirektor Herwig Straka, der seine internationalen Top-Beziehungen nützte, über Turnierbotschafter Thomas Muster, der weiß, wie Seinesgleichen ticken, auch wenn sie Jahrzehnte jünger sind, bis zu den aktuellen Topstars, die hielten, was man sich ihnen versprochen hatte. Nicht nur Alexander Zverev, der sich in der Stadthalle mathematisch und historisch zur Nummer 1 der Welt kürte, dazu aber auch für dramatische Momente sorgte, sodern auch der neue Zuschauermagnet, Ticketseller, Publikumsliebling und Turniersieger Carlos Alcaraz, der von Match zu Match noch ein Scherflein drauflegte, um schließlich im Endspiel den Überraschungsfinalisten Alex de Minaur mit 6:1, 6:4 ebenso der verzweifelten Ratlosigkeit preiszugeben, wie es der Australier im packenden Semifinale mit dem hadernden Zverev getan hatte.


Auch wenn Don Carlos, der den von de Minaur noch so angesprochenen Carlito in der langen (Hand) Verletzungspausen ausgetrieben hat, so ist er trotz Schnurrbart sozusagen der bdenständige Junge von nebenan geblieben. Höflich, freundlich, dankbar und respektvoll auch gegenüber dem finalen Verlierer, dessen stete Verbesserung er hervorhob. Diese hatte genügt, um Zverev zu entzaubern, gegen einen Alcaraz, der vor allem aus der Defensive immer wieder unwahrscheinliche Zauberbälle schlug, der immer noch einen Trick mehr in den Taschen hatte, den er auspacken konnte, war das eben nicht genug, De Minaur brachte es aus seiner Perspektive auf den Punkt, als er sagte: „Es ist nervig, gegen ihn zu spielen!“
Eben deshalb, weil Caros Alcaraz auf die besten Schläge eine noch bessere Antwort findet. Immer und immer wieder. Im Blick zurück konnte man dazu nur sagen: Das war und ist Spitze – verbunden mit einer Spitze gegen die Stadt Wien, die die neue, zunächst für 2028, dann 2030 versprochene Eventhalle nicht einmal noch in Angriff genommen hat. Was den Multi-, darunter auch Sportstadtrat Hacker nicht hinderte, sich bei der Siegerehrung unter das Erfolgsteam zu mischen.
PS. Auch das heimische Tennis durfte dank des neuen Davscup-Doppels über den nächsten Triumph nach dem Shanghai-Masters-Sieg jubeln. Lucas Miedler und Neil Oberleitner siegten gegen das US-Duo Seggeman-Tien mit 6:1 7:5, Für Miedler, der in Wien schon mit Alexander Erler gewonnen hatte, ein weiterer Schritt nach vorn in der Weltrangliste.
