Es geht in diesem Blog nicht nur um die Nations League, aber (noch) nicht um unser Team, das ja erst abends spielt. Es handelt sich um zwei Superstars, die gut zwei Jahrzehnte dem Weltfußball ihren Stempel aufgedrückt, mit ihren Ländern und Vereinen große Siege und Titel gefeiert haben, zu ihren spanischen Klub-Zeiten aber auch die leibhaftigen Gegensätze waren. Nicht schwer zu erraten, dass es sich dabei einerseits um den kleinen Dribbelkünstler, Einfädler wie Vollender Lionel Messi (39) aus Argentinien handelt, der auf seine alten fußballerioschen Tag in Miami in der MLS gelkandet ist, zum anderen um den muskelbepackten Goalgetter Cristiano Ronaldo (41) aus dem portiuhiesischen Madeira im Atlantik, den die Petrodollar-Millionen oder mehr in die Saudi-Wüste gelockt hatten.
Für beide war die WM-Endrunde statt Finale furioso zur Unvollendeten geworden, teils verbunden mit Schmach iund schlechter Nachred. Das Rad der Zeit lässt sich halt, so sehr das jeder möchte, nicht so leicht zurückdrehen. Aber während Lionel Messi die Zeichen der Zeit erkannt hat, was die Nationalelf Argentiniens betrifft, von der er sich in einem eigens organisierten, binnen Stunden ausverkauften Länderspiel verabschiedet, so wollte Ronaldo einfach das Rad ungeachtet seines fortgeschrittenen Alters so weiterdrehen, als wäre er noch immer ein Teenager und nicht 41. Die 50 eines Sir Stanley Matthews kist sowieso eine Illusion.
Als der neue ÖPortugal-Teamchef Jorge Jesus, erst seit Ende Juli im Amt, nach dem ersten wie vor dem zweiten Match in der Nations League vom Captain zum Bankerldrücker degradiert hatte, bekam der in seiner Eitelkeit verletzte Cristiano einen dicken Hals und machte sich im Trainingscamp aus dem Staub. Die nota bene von einem Jesus begonnene Schmutzwäsche, so ließ der gekränkte Ronaldo via Social Media verkünden, werde er erst nach der Nationscup-Phase waschen. Man darf schon gespannt sein, wer da an wem sein Mütchen gekühlt hat. Und ob einem der besten Torjäger aller Zeiten etwas nützt, wenn er die beleidigte Lebenwurst spielt, das sei bei einer auch dringend nötigen Verjüngungskur für Portugals Nationalteam mehr als dahingestellt. Wie die Dinge liegen, so hat Ronaldo den Scherb`n auf, während seinem endlosen ErzrivaLen Lionel Messi von einer der Universitäten Argentiniens sogar ein Ehrendoktorhut aufgesetzt wird. In Würde altern ist immer noch g´scheiter als wehleidig-zornig abzuhauen.
