Zwar hat der Weltcup seinen Start mit dem Gletscher-RTL schoin hinter sich, der Countdown zur Speed-Saison allerdings hat nicht einmal noch eingesetzt. Und obschon niemand so richtig weiß oder bewusst nicht davon in Kenntnis gesetzt wurde, ob sie ein zweites Comeback nach dem schrecklichen Olympiasturz mit Folgen überhaupt ins Visier nimmt, setzt sie sich immer wieder als medialer Augenstern ins rechte Blitz- und Rampenlicht.
Gekonnt ist gekonnt. Gelernt ist gelernt. Was Public Relation und Werbung im eigener Sache betrifft, da lässt sie sich von Sponsor(en) wie vom ihrem eigenen, ganz schön großen Ehrgeiz noch mehr beflügeln als auf Pisten, auf denen sie in ihrer Karriere ein Auf und Ab, goldenes Glück bejubeln und schmerzhaftes Pech bejammern konnte. Beides, so kann man bei der Extrovertiertheit bis Exaltiertheit einer zweifellos Allzeitgröße des Skirennsports sagen, stets bis an die Neige, immer wieder verbrämt mit weltweit oder zumindest in ihrer US-Heimat prominenten Schürzenjägern, die sich in eine Liebschaft mit Lindsey so lange hineintigerten, bis sie ihrer überdrüßig wurde, sicn Neues suchte. Aktuell den französischen Speed-Fahrer Matthieu Bailet. Merci Mon Amour hätte Chansonier Charles Aznavour dazu gesungen.
Wie eingangs esagt, so weiß man nicht so genau, was man von dem vorerst nur angedeuteten Comebackplänen der 42-jährigen Frau Vonn halten soll. Aber eines ist klar, die unvermeidbare Lindsey ist omnipräsent, ob das jetzt Berichte über Genesungsfortschritte, , ocder Gerüchte über eine Rückkehr womöglich schon auf US-Boden anbelangt, ob Auftritte am Red Carpet oder Ehrungen zu speziellen Jubiläen wie Under Armour als Mon Amour, was warme Unterwäsche betrifft, auf die Lindsey schwört.


Was also macht man zum 20. Jahrestag ihrer Firmentreue, nicht 4th auf July, sonden 4th of November, am Sitz des Ausrüsters in Baltimore? Man holt die beste aller Werbebotschafterinnen ins Haus und lädt den Bürgermeister ein, nicht nur eine Laudatio für Lindsey zu halten, sondern diesen speziellen Tag zum Vonn-Day zu erklären und für sie als Vorbild für viele Frauen den West Peninsula Way in Lindsey-Vonn-Way umzunennen, damit das Vorzeige-PR-Kind der Company zur Feier des Tages auch so verewigt und zugleich vergegenwärtigt wird. Im Rennen um Eigenwerbung und Popularität ist und bleibt sie die uneinholbare und unschlagbare Nummer 1 – wenn nicht auf weißem Schnee, dann eben auf dem roten Teppich.
