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Schwanengesang des Wiener Fußballs,d nicht nur Bosman geschuldet ist

Da bleibt dem Wiener Fußball-Fan die Spucke weg. Rapid gegen Bullen mit 1:5 unte, Die Winer und nicht Lustenauer Austria liegt nach vier Niederlagen aus 5 Spielen an letzer Stelle, Vienna, Admira und Sportklub dümpeln weiter unten dahin.  Ja,wohin sind sie gekommen, die Traditionsklubs, die sich einmal nicht nur Titel und Pokale teilten, sondern auch international für Furore und Nationalstolz sorgten. Immerhin standen Grünweiß (1985/96) und Austria (1978) in drei Europacup-Endspielen, auch wenn sie verloren wurden.

Unsereins war meist live, aber mitunter nur via Radio dabei, als es rauschende Fest gab. Rapid demonstrierte Arsenal mi einem 6:1, wer die wahren Gunners, also Kanoniere, sind. Und hätte der damalige Rapid-Sekretär Rudi Schick -es gab noch keine Auswärtstorrfgel, die inzwischen wieder abgeschafft wurde – nach 2:4 in Madrid und 3:1 in Wien (3 Tore Paris-Heimkehrer Happel) nicht das nötige dritte Spiel gegen Real ans köngliche Ballett in Bernabeu mit den Weltstars Santamaria, Muinoz, Kopa, Rial, Di Stefano und Gento verkauft, wer weiß, ob die Hütteldorfer auf neutralem Boden auch 0:2 verloren hätten.

Wer weiß, denn wir wsren nicht nur eine WM-Broze-Macht dazumals. Austria fuhr in Wien über den deutschen Meister Kaiserslautern mit den späteren Weltmeistern Liebrich, Kohlmeyer, Eckel wie Walter-Brüdern Ottmar und  Fritz, der gefeierten Ikone, mit 9:3 einfach drüber. Und der Sportclub mit dem Sturm Horak, Knoll, Hof, Hamerl und Skerlan zerlegte Juventus im Prater mit 7:0 derart, dass sie trotz der Klub-Ikone Boniperti, trotz des Walisers John Charles, teuersterEuropäer, und trotz des damals am höchsten geschätzten Argentiniers wurklich eiber alten Dane glich. Ja, das waren noch Zeiten, als im Prater mit den Bäumen auch der Fussball blühte. Jetzt haben alle ihre eigenen Stadien, der Fußball aber ist daneben welk geworden.

Natürlich spielt das Bosman-Urteil mit Folgen auch eine Rolle, es wäre aber fatal, ihm die Schuld am Abwärtstrend in die Schuhe zu schieben. Da Fußball der deklarierte Völkssport ist, hat sich seiner natürlich immer mehr die Politik bemächtigt, wobei sie trotz sportlicher bis unsportlicher Rivalität unter der Mehrzahl der Fans zumindest in der Führungs-Etage alte, auch veraltete Gegensätze aufbrach. Da die Arbeiterklasse in Grünweiß, dort die betuchten Juden mit ihren politsch vernetzten Freunden. Wenn da wie dort der Hut brennt, vor allem in Derbys, brechen Klischees auf, die mitd der Realität längst überholt wurden. Ob Rapid, ob Austria, beide Klubs sind fest in der Hand der Stadt Wien oder staats– oder stadtnahen Betrieben. Und die zahlen Sponsorenbeträge, die gerade ausreiche, dass es zum Sterben zu viel, zum Überleben nicht nur auf großer Bühne aber zu wenig ist. Dazu kommt noch, dass präsidiale Quereinsteiger als abgehalfterte Ex-Politiker oder verlängerte Arme der Politik mit willfährigen  Lakaien umgeben, die sich oft genug in Transfer-Aktionismus üben. Und das hat alles nur noch peripher mit Bosman zu tun, dem bösesten aller Fußballbuben. In diesem Zusammenhang sei gefragt, warum der dänische Rapid-Trainer nicht den dänischen Napoli-Legionär Lindström leihweise mit Option geholt hat, sonder der Teamspieler bei Salzburg gelandet. Mit der Summe der Fehlkäufe, die die Rapid-Führungsspitze zu erklären und zu verteidigen hat, wäre er sicher zu haben gewesen…

Nur ein Beispiel von vielen, das beweist, dass hierzulande die falschen Leute am richtigen Platz stehen. Und vice versa. Und ein erfolgreicher Mann wie Didi Kühbauer, der mit einem besseren Dorfklub wie Wolfsberg fast schon das Double geschafft hätte, das er mit dem LASK dann erreicht hat, von seinem Herzensklub verjagt wurde. Wen wert, dass es bergab geht statt bergauf… 

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