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Vom Wien-Klassiker und Lilli Tagger als Nutznießerin der Williams-Mishits

Es st derzeit ja alles Tennis angesichts des bestbesetzten Turniers, das es je gab in Wien, wo etwa heute ein ehemaliger Olympiafinalist wie Karen Khachamov, zuletzt wieder in Form, seine Erstrundenpartie gegen Comeback-Kid Carlos Alcaraz  bestrittt. Oder ein früherer Sieger wie der Russe Andrej Rublev gegen Tommy Paul ran musste, von den Namen her also – wie auch Altmeister Kary unterstrich – ein Endspiel bei einem 250er-Turnier sein könnte.

Das sagt ja sowieso alles über die Qualiät der Erste Bank Open 500, das man getrost als ein 750er-Dreiviertel-Masters einstufen könnte, würde es so was geben. Wie rau der Ton im Duell mit Topspielern ist, das hat ja Lukas Neuimayer beim 2:6, 2:6 gegen den Tschechen Mensik am eigenen Leib erlebt, da konnte ihm auch Trainer-Guru Bresnik aus der Box nicht helfen. und würde morgen Daviscup-Hero Rodionov womöglich gegen den Georgier Basilashvili, immerhin Almaty-Finalist am Sonntag, davor auch zweimal Hamburg-Sieger, mehr als nur einen Satz gewinnen, wäre es zwar keine Riesensensation, aber eine tolle Sache und Futter fürs Selbstvertrauen.

Alles andere denn einer Überraschung kam der 6:2, 6:2-Sieg von Lilli Tagger, 18, gegen die mehrfache Grand-Slam-Siegerin Venus Williams gleich, die mit ihren 46 Jahren locker ihre Mutter sein könnte. Für die größte heimische Hoffnung war´s nicht mehr als eine Pflichtübung auch insofern, dass Lilli bei allem Respekt vor gr0ßen, aber längst ausrangierten Namen nicht in Ehrfurcht erstarren darf, sondern einfach nur ihre Stärken ausspielen muss, um die (Alters) Schwächen des halben Sister-Acts zu nützen.

Sie hat getan, was zu tun war, um der aktuellen Venus von vorgestern  die 16. Niederlage am Stück zuzufügen. Oder zu erinnern, dass die ältere Williams als damals 45-jährige ihr letztes Einzel im Sommer 2025 gewonnen hat. Bei Schwesternherz, Serena, die erst heuer wieder angefangen hat, schaut´s nicht anders oder besser aus, nicht einmal im gemeinsamen Sister-Act im Doppel.

Ob sich die beiden erfolgreichsten US-Schwestern damit sportlich Gutes tun, ist mehr als zweifelhaft. Eher erinnern sie langsam immer mehr an gut honorierte Schauobjekte, die von Veranstaltern engagiert werden , um sie zu begaffen wie Galionsfiguren aus längst vergangenen Tagen. Tennis sls Zirkus lässt grüßen. Die WTA sollte dem ein Ende setzen, weil es bei dieser verpatzten Comeback-Serie nur ums Geld geht, ebendiese aber punkto Sport ein Mishit geworden ist. 

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