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Warum schafft Jurij Rodionov die Mission Completed nur als Daviscup-Held?

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Er ließ sich triumphierend rücklings in den Sand fallen. Mission completed für Jurij Rodionov, der Österreichs Daviscup-Team mit dem 7:6, 6:3 gegen Belgiens Nr. 1, Zizou Bergs, und damit uneinholbaren 3:1 zum zweiten Mal in Folge zum Final 8 in Bologna beförderte. Inklusive Captain Melzer kugelte das ganze Team über dem Niederösterreicher mit weißrussischen Wurzeln, der als  Nummer 160 im Ranking die Nummer 38 in eine Orgie eher leichten Fehler und damit in einen Frust getrieben hatte, den der Belgier gleich zweimal am Schläger ausließ. Platzfehler im Sandkasten, der das viele Geld wert war, machetn ja beide Spielern zu schaffen… 

Jubel, Trubel, Heiterkeit. Die bersxchwappende Begeisterung bei Fans, Spielern und dem ganzen Daviscup-Tross begleitet von patriotischen Gesängen und Jurij-Sprechchören, hatte schon seine Richtigkeit und Berechtigung. Wobei nicht unerwähnt bleiben darf, dass die Vorarbeit für den eher befreit servierenden (5 Asse im 1. Game, mit denen er Breakbälle abschmetterte)  und trotz manch leichter Fehler dann mitunter groß aufspielnden Rodionov das neuformierte Doppel mit Miedler und Neuling Oberleitner geleistet, das davor das eingespielte Belgie-Duo Gille-Vliegen 7:6, 7:5 niedergerungen hatte. Und damit auch des Captains Spiel mit dem Risiko, einen Debütanten einzusetzen, zugunsten von Melzer und Rotweißrot gewonnen hatten. Oberleitner war sogar der Beste aller vier Spieler am Court. Ehre, wem Ehre gebührt…

Wie eingangs betont: Mission completed, Österreich ins Tennisglück versetzt. Gerade darum aber, weil die Nummer 160 die Nr. 38 noch dazu in zwei Sätzen besiegen und die Nr. 180, also Lukas Neumayer, am Vortag zehn Games lang diese viel größere Nummer der „Roten Teufel“ dominieren hatte können, stellt sich die Frage: Woran mag´s wohl liegen, dass Rodionov und Konsorten zwar im Daviscup über sich hinaus- zu heimischen Helden wachsen, im jährlichen Turnier-Alltag, also im Kampf ums tägliche Brot, seit Jahren nicht wirklich vom Fleck kommen?

Inbegriffen auch der einstige Junioren-Star Joel Schwärzler, auch wenn er derzeit als Nr. 8 im Ranking noch im Rennen um einen Startplatz beim Finalturnier der Nachwuchs-Starlets ist. Der Vorarlberger aus Südafrika, wo er aufwuchs, gesteht sogar seine Trainingsfaulheit ein, die ihm keiner seiner bisherigen Coaches hatte austreiben können. Ob´s ein Guru wie Günter Bresnik schaffen würde/könnte, sollte er sich diese Herausforderung antun, wer weiß?

Inzwischen aber steht mit Thilo Behrmann, Semifinalist des US-Open- ud Viertelfinalist des Wimbledon-Junioren-Turniers, und Florian Zimmer, Enkel meines „Presse“-Mentors und späteren TV-Legende Gerhard Zimmer (+2013), ein vielversprechendes Duo nicht nur ante portas der Schwelle zum großen Turniertennis, sondern morgen im rotweißroten Endspiel der U18-Europameisterschaften in Oberpullendorf. Man darf gespannt sein, was die beiden aus ihren Talenten machen, die sie ja offensichtlich besitzen, sonst würden ja nicht die Erfolge dafür sprechen. Auch in dieser Hinsicht ist der Tennisverband samt Sportdirektor und Captain gefordert. Der Countdown läuft, die Uhr tickt…

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