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Zwei Gesichter des Fußballteams an einem Tag, so wunderschön wie heute

gepa

Auch wenn da und dort nicht alles wunschgemäß lief an diesem Wochenende, so war´s vor allem Sonntag ein  Tag, so schön man ihn sich vorstellen kann. Dafür sorgten an Nebenfronten zum einen der Schanzen-Spätzünder  Clemens Aigner, 33, der in Hinterzarten seinen vierten (Matten-) Sieg binnen neun Tagen feierte, dabei den Vorsaison-Dominator Domen Prevc wieder um die Ohren sprang. Zum anderen Julia Grabher im Tennis, die mit dem Turnier-Sieg in Tolentino, Italien, wieder die Top 100 im WTA-Ranking knackte.

Die großen Gewinner aber waren ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick und seine zunächst umgekrempelte, darob auch mit kritischen Augen betrachtete Auswahl, die beim 3:1 gegen Kosovo uhter Franco Foda zwei total kontrastierende Gesichter zeigte. Hatte sie anfangs noch vom Unvermögen der Kosovo-Legionäre profitiert, die eine mehr als hundertprozentige Chance vernebelt hatten, so schlüpfte sie nach dem Kopfball-Führungstor des erstmals von Anfang an eingesetzten England-Legionärs Affengruber aus ihrer Zwangsjacke, um mit alten Vorzügen, vor allem dem Gegenpressing, das Spiel in die Hand zu bekommen, zwar zunächst selbst zwei Topchancen verschlampte, ehe mit perfekt herausgespielten Kontertoren kurz vor und kurz nach der Halbzeitpause das Matgch gelaufen und die Gruppenführung nicht nur verteidigt, sondern ausgebaut worden war. Der Gegentreffer im Finish war nicht mehr als ein Schönheitsfehler.

So sehr die befreiende, fast wundersame Metamorphose des Teams nach dem 1:0 auch beeindruckte, so stellt sich vor den Auswärtsspielen in Irland und im Kosovo trotzdem die Frage: Sind wir mit der neuformierten Truppe ohne Altstars wieder dort, wo wir spielerisch und strategisch vor mehr als einem Jahr schon gewesem waren, ehe immer mehr Sand ins Getriebe kam? Oder leisteten die Kosovaren mit ihrer oft unpräzisen Spielweise sozuagen Schützenhilfe, um alle Selbstzweifel und ahemmungen abzuschütteln. Zweimal 3:1 zum Auftakt der Nations League war und ist natürlich mentales, moralisches Doping für die Fußballseele des Teams. Das sogenannte Momentum bedeutet auch, wie es so schön heißt, die halbe Miete: Alles an einem Sonntag, so wunderschön und wundersam wie heute.. 

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